G7-Gipfel

Trump unterzeichnet Rahmenabkommen zwischen USA und Iran in Versailles

Die US-Präsidentenlimousine am 17. Juni 2026 vor dem Schloss von Versailles im Westen von Paris. Foto: picture alliance / Anadolu

Eigentlich sollte das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran erst am Freitag unterzeichnet werden. Nun teilte der Iran mit, die Präsidenten beider Länder hätten das Dokument bereits digital unterschrieben. Das ließ der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, den Staatsmedien zufolge verlauten.

Auch ein US-Beamter bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian das Abkommen unterzeichnet hätten. Der Text sei fertiggestellt und das Abkommen damit offiziell in Kraft getreten. Es werde keine Unterzeichnungszeremonie in der Schweiz geben.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Geplant war ursprünglich, dass Vizepräsident JD Vance zur Unterzeichnung in die Schweiz reist, wo es am Freitag zu Friedensgesprächen kommen soll. Doch US-Präsident Donald Trump hatte bereits beim G7-Gipfel im französischen Évian eine frühere Unterzeichnung des Rahmenabkommens ins Spiel gebracht.

Lesen Sie auch

So nutzte der Präsident am Mittwoch scheinbar einen Termin im Schloss Versailles, um an dem historischen Ort das Rahmenabkommen mit dem Iran auch händisch zu unterzeichnen.

Zum Abschluss des G7-Gipfels hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron US-Präsident Donald Trump im Schloss Versailles empfangen, wo der US-Präsident zu einem prunkvollen Abendessen eintraf, das offiziell an den Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit erinnern sollte, in Wirklichkeit aber darauf abzielte, die Spannungen zwischen Europa und den USA abzubauen.

Lesen Sie auch

Das Treffen zwischen Vertretern der USA, des Irans und der Vermittlerstaaten Katar und Pakistan findet nach Angaben des Schweizer Außenministeriums am Freitag nach wie vor statt. Dabei soll es um erste Verhandlungen zur Umsetzung des Rahmenabkommens gehen, das beide Seiten bereits unterzeichnet haben, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Situation sei aber höchst dynamisch. Die Pläne könnten sich auch jederzeit ändern, fügte er hinzu. Stand jetzt war das Treffen im Bürgenstock Resort bei Luzern geplant, das in katarischen Händen ist.

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran am Sonntag auf das Abkommen verständigt. Die Vereinbarung zielt auf ein sofortiges und dauerhaftes Ende der militärischen Einsätze ab, einschließlich im Libanon. Nach der Unterzeichnung des Abkommens soll es keine weiteren militärischen Einsätze mehr gegeneinander geben. dpa/ja

USA

Amerikas nächster Präsident?

Rahm Emanuel gilt als Hoffnungsträger der Demokraten und steht für einen Kurs der Mitte – sowohl in innenpolitischen Fragen als auch im Verhältnis zu Israel. Eine Annäherung

von Joshua Schultheis  20.08.2026

München

Knobloch in Zeiten von Judenhass: »Ich habe mich getäuscht«

Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden spricht offen über ihre Enttäuschung: Warum die Reaktion auf das Hamas-Massaker ihr nicht genügt und der Judenhass sie tief erschüttert

 20.08.2026

Florida

Nach antisemitischen Angriffen: »Hebräischer Hammer« gewinnt Vorwahl

Der jüdische Abgeordnete Randy Fine, ein republikanischer Israel-Unterstützer, setzt sich gegen den Antisemiten Dan Bilzerian durch

 20.08.2026

Berlin

Medienbericht: Andreas Franck will nicht Antisemitismusbeauftragter werden

Das Bundesinnenministerium wollte die Absage Francks auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren

 20.08.2026

Mar del Plata

Argentinien entlässt Bundesrichter wegen antisemitischer Äußerungen

Der Justizrat sieht einen schweren Verstoß gegen die für Richter geltenden Anforderungen an Anstand und Unparteilichkeit

 20.08.2026

München

Brandanschlag auf jüdisches Gemeindezentrum: Hinweise auf deutschen Täter verdichten sich

56 Jahre nach dem tödlichen Anschlag in der Reichenbachstraße 27 legen die Ermittler einen neuen Erkenntnisstand vor

 20.08.2026

Berlin

Umfrage: Mehrheit lehnt AfD-geführte Regierung im Osten ab

Die zumindest in Teilen rechtsextremistische Partei kann bei den Landtagswahlen im Osten mit hohen Stimmanteilen rechnen. Die Möglichkeit, dass sie im Anschluss einen Ministerpräsidenten stellen könnte, stößt überwiegend auf Ablehnung

 20.08.2026

Washington D.C./Teheran

Trump droht Iran mit »Wirtschaftskrieg«

Ob auf militärischer oder diplomatischer Ebene: Sichtbare Erfolge seines Kriegs gegen den Iran bleibt der amerikanische Präsident schuldig. Nun verschärft er die Rhetorik. Iranische Medien zeigen sich unbeeindruckt

 20.08.2026

Medien

Protokollant des täglichen Irrsinns

Der Publizist Henryk M. Broder wird heute 80 Jahre alt. Eine persönliche Würdigung

von Reinhard Mohr  20.08.2026