London

König Charles besucht Opfer der Messerattacken in Golders Green

King Charles III. am Donnerstag in Golders Green Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Der britische König Charles III. hat bei einem Besuch im Londoner Stadtteil Golders Green Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft gezeigt. Der Monarch traf dort auch zwei Männer, die bei Messerangriffen Ende April verletzt worden waren. »The Independent« und andere britische Medien berichteten.

Im Zentrum des Besuchs stand ein Gemeindezentrum der Organisation Jewish Care. Dort sprach Charles unter anderem mit dem 34-jährigen Shloime Rand sowie mit dem 76-jährigen Norman Shine. Er war bei der Attacke an einer Bushaltestelle am Hals verletzt worden.

Der Oberrabbiner des Vereinigten Königreichs, Sir Ephraim Mirvis, dankte dem König für dessen Besuch. Die jüdische Gemeinschaft wisse die Geste »sehr zu schätzen«, sagte er.

Besonders bewegend

Auch Mitglieder der jüdischen Sicherheitsorganisation Shomrim, die nach den Angriffen im Einsatz gewesen waren, trafen mit dem Monarchen zusammen. Charles sprach mit mehreren Helfern über die Ereignisse vom 29. April.

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Norman Shine schilderte anschließend seine Begegnung mit dem König als besonders bewegend. Charles habe große Anteilnahme gezeigt. »Das Inspirierendste war, dass er meine Hand nicht losließ«, sagte Shine. »Er ist der König, aber ich habe echte Wärme und echte Sorge gespürt.«

Für die jüdische Gemeinschaft habe der Besuch große Bedeutung gehabt, erklärte der 76-Jährige weiter. »Wir haben das Gefühl, im König einen echten Freund zu haben.«

Challah-Brot für den König

Vor dem Gemeindezentrum begrüßte König Charles zahlreiche wartende Menschen auf der Golders Green Road. Aus der Menge waren Rufe wie »Lang lebe der König« zu hören. Der Monarch schüttelte außerdem einem Mann die Hand, der am Donnerstag seinen 100. Geburtstag feierte. Später erhielt der König vor einer Bäckerei ein traditionelles Challah-Brot und sprach mit Kindern einer örtlichen Grundschule.

Im Zusammenhang mit den Angriffen sitzt der 45-jährige Essa Suleiman in Untersuchungshaft. Ihm werden drei Fälle versuchten Mordes vorgeworfen. Nach Angaben der Ermittler soll er zunächst versucht haben, einen langjährigen Bekannten in dessen Wohnung im Londoner Stadtteil Southwark zu töten, bevor er anschließend die beiden jüdischen Opfer auf offener Straße attackiert haben soll.

Britischen Medien zufolge kam Suleiman als Kind in den 1990er Jahren aus Somalia nach Großbritannien. 2020 wurde er dem staatlichen Anti-Extremismus-Programm Prevent gemeldet. Laut Medienberichten wurde der Fall jedoch noch im selben Jahr geschlossen. im

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