Mittelmeer

Gaza-Hilfsflotte sticht von Türkei aus erneut in See

Die Schiffe der Flottille legten am 26. April von Sizilien ab. Foto: picture alliance / Anadolu

Zwei Wochen nach ihrem Stopp durch Israels Marine hat sich die internationale Gaza-Hilfsflotte erneut auf den Weg gemacht. Sie sei vom türkischen Hafen Marmaris aus in See gestochen, teilte die »Global Sumud Flotilla« mit. Aktivisten aus 40 Ländern seien mit mehr als 50 Schiffen unterwegs. 

Die propalästinensischen Aktivisten wollten erneut versuchen, die seit 2007 bestehende israelische Seeblockade des Gazastreifens, die auch von Ägypten mitgetragen wird, zu durchbrechen und Hilfsgüter in die Konfliktregion zu bringen.

Die israelische Marine hatte am 30. April bei Kreta mehr als 20 Schiffe der »Global Sumud Flotilla« in internationalen Gewässern abgefangen und nach eigenen Angaben 175 Menschen festgenommen. Griechenland nahm die meisten von ihnen auf und organisierte ihre Rückreise in die Herkunftsländer. Zwei Aktivisten wurden nach Israel gebracht, nach gut einer Woche aber abgeschoben. Der Protest formierte sich unterdessen in der Türkei neu.

Mehrere EU-Staaten, darunter auch Deutschland, äußerten Zweifel an der Vereinbarkeit des Stopps in internationalen Gewässern mit dem Völkerrecht. Israel betont, das Vorgehen gegen die Aktivisten stehe im Einklang mit dem Völkerrecht. Der jüdische Staat wirft einigen Aktivisten Verbindungen mit der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen vor. dpa/ja

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