Nach einem mutmaßlich antisemitischen Vorfall im Norden Londons hat die britische Polizei Anklage gegen einen 34-Jährigen erhoben. Der Mann soll in Enfield mehrere Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft bedroht, beleidigt und körperlich angegriffen haben. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Polizei hervor.
Wie die Metropolitan Police mitteilte, wurde Dylan Ossei aus Hornchurch unter anderem wegen Körperverletzung, rassistisch oder religiös motivierter Übergriffe sowie Bedrohung und Belästigung angeklagt. Der Verdächtige wurde am Sonntag offiziell beschuldigt, nachdem er bereits am Vortag festgenommen worden war. Er soll heute vor dem Gericht Highbury Magistrates’ Court erscheinen.
Der Vorfall ereignete sich laut Polizei in der Nacht zu Samstag gegen 1:20 Uhr auf der Southbury Road im Stadtteil Enfield. Einsatzkräfte seien während einer Streifenfahrt auf die Situation aufmerksam geworden und hätten anschließend sofort Ermittlungen eingeleitet. Kurz darauf wurde ein Mann festgenommen.
Bei dem Vorfall wurden drei Menschen verletzt: zwei Männer im Alter von 58 und 26 Jahren sowie eine 53-jährige Frau. Nach Angaben der Behörden mussten sie jedoch nicht weiter medizinisch behandelt werden.
Der für Enfield und Haringey zuständige leitende Polizeibeamte Marco Bardetti erklärte laut BBC: »Die Met Police hat unmissverständlich klargemacht, dass wir Hinweise auf mutmaßlich antisemitische Hasskriminalität mit größter Ernsthaftigkeit und Sorgfalt behandeln – wie die schnelle Festnahme und Anklage in diesem Fall zeigt.«
Weiter sagte er: »Wir werden weiterhin eng mit jüdischen Gemeinden in ganz London zusammenarbeiten, um Sicherheit zu vermitteln und sicherzustellen, dass sich Menschen in ihrem Alltag geschützt fühlen.« im