Prag

Jüdischer Protest gegen Kanye-West-Konzert

Im Januar hatte Kanye West - auch bekannt als Ye - eine Erklärung veröffentlicht, in der sich für seine antisemitischen und rassistischen Ausfälle entschuldigt und diese mit andauernden psychotischen Episoden zu erklären suchte. Foto: picture alliance / zz/Patricia Schlein/STAR MAX/IPx

Prag

Jüdischer Protest gegen Kanye-West-Konzert

Der US-Rapper Kanye West ist wegen wiederholter Äußerungen zu Hitler und der NS-Zeit höchst umstritten. In Prag formiert sich nun Widerstand gegen ein geplantes Konzert - insbesondere von jüdischer Seite

 07.05.2026 15:57 Uhr

Vertreter des Judentums in Tschechien kritisieren ein geplantes Konzert des US-Rappers Kanye West alias Ye. Es sei nicht hinnehmbar, dass ein Sympathisant des Nationalsozialismus in einem Land auftritt, das die Gräuel des Holocaust durchlebt habe und in dem heute noch NS-Überlebende leben, erklärten der tschechische Verband Jüdischer Gemeinden und die Jüdische Gemeinde Prag laut Medienberichten (Donnerstag) in einem Protestbrief.

West habe in der Vergangenheit wiederholt seine Bewunderung für Adolf Hitler zum Ausdruck gebracht, sich selbst als Nazi bezeichnet und antisemitische Äußerungen verbreitet, hieß es in dem Schreiben. Dass er im Juli in der Tschechischen Republik eine öffentliche Plattform erhalten könnte, erfülle die Vertreter des Judentums mit Sorge. Auch andere Länder haben Konzerte abgesagt

Sie appellierten daher an die verantwortlichen Behörden, nicht zuzulassen, dass im öffentlichen Raum zu »rassistischem oder religiösem Hass« aufgerufen werde. Auch in anderen europäischen Ländern seien Konzerte von West in Zusammenhang mit seiner ideologischen Haltung bereits abgesagt worden. kna

Frankreich

Shosanna rennt weiter

»Inglourious Basterds«-Star Mélanie Laurent ist zurück – und nimmt in »Fauda 5« Rache

von Sophie Albers Ben Chamo  07.06.2026

Großbritannien

Grünen-Chef will Ermittlungen gegen Briten, die in Israels Armee dienen

Zack Polanski gehört ebenso wie Jeremy Corbyn zu den Unterstützern einer Kampagne, die sich gegen britische Staatsbürger im israelischen Militär richtet

 05.06.2026

Meinung

Entlarvte Gesinnung

Ausgerechnet jener Schweizer Politiker, der sich im Parlament gegen das Hamas-Verbot stellte, lädt die französische Abgeordnete und Israelhasserin Rima Hassan nach Bern ein

von Nicole Dreyfus  04.06.2026

Großbritannien

Unterhausabgeordneter unterstellt Israel »Blutdurst«

In einer Parlamentsdebatte zu Israels Krieg gegen die Hisbollah im Libanon verstieg sich ein Parlamentarier zu antisemitischen Aussagen

 04.06.2026

Essay

Sündenfall des Big Apple

New Yorks Bürgermeister macht den Nahostkonflikt zur Innenpolitik und feiert BDS, während seine Frau den 7. Oktober rechtfertigt. Hinter der Fassade der Wohltäter steht die harte Ideologie der Ausgrenzung

von Louis Lewitan  04.06.2026

Brnenec

Museum in Oskar Schindlers Fabrik - Politiker sagen Unterstützung zu

Auf dem Gelände der früheren Fabrik von Oskar Schindler gibt es heute ein Museum. Noch zwickt es dort finanziell ordentlich. Aber Hilfe für die NS-Gedenkstätte ist zumindest am Horizont

von Alexander Brüggemann  03.06.2026

Meinung

Sauna der Toleranz - aber nur ohne Davidstern

Zwei Frauen werden in Barcelona wegen eines jüdischen Symbols verhört, als »Zionistinnen« aussortiert und schließlich hinausgeworfen – im Namen einer Offenheit, die sich selbst ad absurdum führt

von Sabine Brandes  02.06.2026

Essay

Wenn ein Platz nicht schweigt

Gedanken zum 85. Jahrestag der Zerstörung der alten Synagoge von Esch-sur-Alzette durch die Nationalsozialisten

von Andreas Albrecht  02.06.2026

Hintergrund

»Lady Gaza« kommt in die Schweiz

Ein sozialdemokratischer Abgeordneter hat die umstrittene französische Europaabgeordnete Rima Hassan nach Bern eingeladen und damit Empörung ausgelöst. Erste Stimmen fordern nun ein Einreiseverbot

von Nicole Dreyfus, Michael Thaidigsmann  02.06.2026