Terror

Gruppierung Ashab al-Jamin bekennt sich zu Angriff in London

Der Tatort im Londoner Stadtteil Golders Green am Mittwoch Foto: picture alliance / Photoshot

Nach dem jüngsten Terroranschlag in London hat sich die neue islamistische Gruppierung Ashab al-Jamin zu dem Angriff bekannt. Einzelkämpfer der Gruppe hätten zwei »Zionisten« im Stadtviertel Golders Green angegriffen und verletzt, heißt es in einer Stellungnahme, die die Gruppe auf pro-iranischen Kanälen im Internet verbreitete. In einem kurzen Clip zeigte die Gruppe auch Szenen des Angriffs, die Überwachungskameras und Augenzeugen gefilmt hatten.

Die Gruppe verweist in dem Clip offenbar auch auf ein israelisches Gesetz vom März, mit dem die Todesstrafe ausgeweitet wird. Dieses sieht vor, dass bei terroristisch motiviertem Mord mit dem Ziel der Vernichtung des Staates Israel auch die Todesstrafe verhängt werden kann. »Wenn das Gesetz für die Hinrichtung von Gefangenen nicht gestoppt wird, werdet ihr auf der Straße hingerichtet«, erklärt Ashab al-Jamin in dem Clip.

Schon lange bevor das neue Gesetz in der Knesset beschlossen wurde, bedrohten islamistische Terrorgruppen den jüdischen Staat. Sie überzogen ihn mit Terrorwellen und Kriegen und tun dies weiterhin.

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Die undurchsichtige Gruppe heißt mit vollständigem Namen Harakat Ashab al-Jamin al-Islamia, abgekürzt auch als HAYI bekannt. Sie tauchte erstmals während des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran auf und hat sich Ermittlern zufolge seitdem zu mehreren Anschlägen in Europa gegen jüdische und westliche Einrichtungen bekannt. Es ist aber unklar, ob die Gruppe tatsächlich existiert oder ob es sich um eine Inszenierung handelt. Zugleich gibt es Anzeichen auf mögliche Verbindungen zum iranischen Staat.

Beim Terrorangriff in London wurden im jüdisch geprägten Stadtviertel Golders Green zwei Menschen verletzt. Ein mutmaßlicher Angreifer wurde festgenommen, es handelt sich um einen 45-jährigen Mann. dpa/ja

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