Linke

Gysi warnt vor »Hardlinern« in eigener Partei

Gregor Gysi Foto: ZDF/ Markus Hertrich

Wenige Tage vor dem Parteitag der Linken hat der frühere Fraktions- und Parteivorsitzende Gregor Gysi der »Zeit« ein Interview gegeben, in dem er offen über eine Radikalisierung innerhalb seiner Partei spricht.

Mit Blick auf parteiinterne Strömungen sagte er der Wochenzeitung, gerade in linken Parteien gebe es »immer welche, die zu Straßenkämpfen rufen und glauben, wir dürften uns nicht in langweiligen Parlamentsdebatten verzetteln«.

Das dürfe aber nie Mehrheitsmeinung werden, fügte Gysi hinzu. Auf die Frage, ob dies in der Linken nicht langsam Mehrheitsmeinung sei, blieb er vage: »Das werden wir beim Parteitag herausfinden.«

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Ein Schwerpunkt des Parteitags am kommenden Wochenende wird der Beschluss über das Verhältnis zu Israel und den Palästinensern sein. Dazu sagte Gysi: »Die Debatte wird sicher heftig werden. Wir brauchen unbedingt eine klare Mehrheit für den Vorschlag des Parteivorstands, der sowohl die palästinensische als auch die israelische Perspektive beinhaltet.«

Zugleich zog der Linken-Politiker eine klare rote Linie: »Wenn die Linke das Existenzrecht Israels infrage stellte, wäre das das Ende.« Er sei sich aber sicher, dass es so weit nicht kommen werde.

»Manchmal habe ich den Eindruck, die Wortführer wünschen sich, dass der Staat Israel verschwindet.«

In der Vorgängerpartei der Linken, der PDS, sei das Existenzrecht Israels niemals angezweifelt worden. Doch heute gäbe es »Hardliner« in der Partei: »Manchmal habe ich den Eindruck, die Wortführer wünschen sich, dass der Staat Israel verschwindet«, sagte er der »Zeit«. ja

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