Gaza

Islamischer Dschihad bestreitet Entwaffnungs-Einigung

Terroristen des Palästinensischer Dschihad im Mai in Gaza Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Der mit der Hamas verbündete Palästinensische Islamische Dschihad (PIJ) hat ein von US-Präsident Donald Trump verkündetes Abkommen, das auch eine Entwaffnung beider Gruppen im Gazastreifen vorsieht, bestritten. Laut dem PIJ sollen die Berichte über eine Einigung auf einen Deal nicht zutreffend sein. Ein Mitglied des Politbüros der Terrororganisation sagte, es handle sich bei einem »aktuell kursierenden Dokument« lediglich um einen Entwurf, gegen den seine Gruppe Vorbehalte habe.

US-Kreise und Quellen aus dem umstrittenen Friedensrat hatten zuvor dagegen mitgeteilt, dass die islamistische Hamas eine Entwaffnung und die Entmilitarisierung des Gazastreifens akzeptiert habe. Über Vermittler hätten diese »dem finalen Text des Zeitplans zugestimmt«, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Kurz zuvor hatte Trump erklärt, dass der von den USA initiierte Friedensrat eine Vereinbarung zur »vollständigen Entwaffnung« der Hamas im Gazastreifen erzielt habe. Die Terrororganisation Hamas und Israel äußerten sich bislang nicht offiziell dazu.

Lesen Sie auch

Aus Kreisen der Hamas hieß es zuvor, die Islamistenorganisation sei bereit, ihre Waffen unter Aufsicht der palästinensischen Übergangsverwaltung sowie der internationalen Vermittler zu stellen. Ein israelischer Regierungsvertreter forderte dagegen den Abtransport sämtlicher Waffen aus dem Gazastreifen.

Der Islamische Dschihad war auch am Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 beteiligt. Die Terrororganisation hielt auch aus Israel entführte Geiseln in ihrer Gewalt.

Das PIJ-Politbüro-Mitglied sagte weiter, der aktuelle Entwurf für einen Deal enthalte von der Gruppe geforderte Bedingungen nicht - darunter Garantien, dass Israel zur Umsetzung seines Parts verpflichtet werde. Weitere Details dazu wurden zunächst nicht genannt. Ein Abkommen müsse für beide Seiten verbindlich sein, forderten due Terroristen, deren Ziel es ist, Israel zu vernichten. dpa/ja

Frankfurt/Main

Experten: Antisemiten hetzen im Netz inmitten von Lifestyle-Themen

Der Vertrauensverlust in klassische Medien macht TikTok, Youtube und Instagram zur wichtigsten Arena für politische Debatten. Dort müsse der Kampf für die Demokratie stattfinden, betonen Extremismus-Experten

von Christof Bock  15.09.2026

Bayern

Nach Morddrohung gegen Charlotte Knobloch – jetzt äußert sich die Polizei

Die Hintergründe

 15.09.2026

Berlin

Nach antisemitischem Angriff: Aufruf zum Tragen eines Davidsterns

An Rosch Haschana wurde eine Frau antisemitisch beleidigt und verletzt. Mehrere jüdische Organisationen und Vereine rufen nun für Donnerstag zum Tragen eines Davidsterns aus Solidarität auf

 15.09.2026

Washington

US-Bericht räumt Munitionsmangel infolge des Iran-Kriegs ein

Ein Bericht aus dem amerikanischen Verteidigungsministerium bestätigt, was die Regierung lange bestritt: Der Iran-Krieg hat die Munitionsvorräte der USA empfindlich ausgedünnt. Das Pentagon will nun gegensteuern

 15.09.2026

Tel Aviv

IDF-Chef prüft rechtliche Schritte gegen Film »Naza«

Generalstabschef Eyal Zamir bezeichnet bisher bekannt gewordene Teile der Doku als »Ritualmordlegenden, bewusste Verzerrungen der Realität und falsche Anschuldigungen gegen IDF-Soldaten«

 15.09.2026

Berlin

Wie die Auswahl des Antisemitismusbeauftragten zum Debakel wurde

Der Senat wollte den Posten eines Antisemitismusbeauftragten für die Hochschulen der Hauptstadt schaffen. Doch das Verfahren wurde abgebrochen. Eine neue Recherche zeigt, wie es so weit kommen konnte

 15.09.2026

Umfrage

AfD bleibt laut Umfrage stärkste Partei – CDU/CSU auf Tief

Die in Teilen rechtsextremistische Partei hat einen Vorsprung von 11 Prozentpunkten zur zweitstärksten Partei

 15.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  15.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 15.09.2026 Aktualisiert