Berlin

Nach antisemitischem Angriff: Aufruf zum Tragen eines Davidsterns

Foto: Imanuel Marcus

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin ruft gemeinsam mit weiteren jüdischen Organisationen und Vereinen die Berlinerinnen und Berliner dazu auf, am Donnerstag aus Solidarität einen Davidstern zu tragen. Anlass ist der Angriff auf eine 43-jährige Frau mit Davidstern an Rosh Hashana, wie die Unterzeichner des Aufrufs am Dienstag in Berlin mitteilten. Die Frau sei demnach selbst nicht jüdisch gewesen, sondern habe den Davidstern als Zeichen der Solidarität mit Jüdinnen und Juden getragen.

Laut Polizei soll die Frau in der Nacht zu Freitag im Stadtteil Mitte wegen ihres Davidsterns von zwei Männern angesprochen und antisemitisch beleidigt worden sein. Einer der Männer habe die Frau mit einer zerbrochenen Glasflasche angegriffen. Bei der Abwehr der Angriffe habe sie mehrere Schnittverletzungen an einer Hand erlitten und musste zur Versorgung ihrer Verletzung in ein Krankenhaus.

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»Wenn Verbrecher den Davidstern aus dem Berliner Stadtbild verdrängen wollen, dann antwortet Berlin hoffentlich mit tausenden Davidsternen«, hieß es in dem Aufruf. Der Davidstern könne etwa als Kette, Anstecker oder auf einem T-Shirt getragen werden.

Zu den Unterzeichnenden gehören den Angaben zufolge unter anderem der Zentralrat der Juden in Deutschland, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin und Brandenburg, die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin, die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin und der Sportverein TuS Makkabi Berlin. epd

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