Berlin

Antisemitischer Angriff auf 43-jährige Frau

Das eingeschaltete Blaulicht ist auf dem Dach von einem Einsatzfahrzeug der Polizei am 28.02.2026 bei einem Polizeieinsatz zu sehen.
Foto: picture alliance / dpa

In Berlin-Mitte ist in der Nacht zu Freitag eine 43-jährige Frau angegriffen und verletzt worden. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 2.30 Uhr auf der Torstraße.

Das Opfer war dort unterwegs, als zwei bislang unbekannte Männer sie auf den von ihr getragenen Davidstern ansprachen und antisemitisch beleidigten. Einer der beiden soll anschließend mit einer zerbrochenen Glasflasche auf die 43-Jährige losgegangen sein.

Bei dem Versuch, sich gegen den Angriff zu wehren, zog sich die Frau mehrere Schnittverletzungen an einer Hand zu. Die beiden Männer ergriffen anschließend die Flucht.

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Rettungskräfte versorgten die Verletzte zunächst vor Ort und brachten sie anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen zu dem Angriff übernommen. Nach den beiden Tatverdächtigen wird gesucht.

Die Staatsanwaltschaft teilte der Jüdischen Allgemeinen auf Anfrage mit: »Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Berlin richten sich derzeit gegen Unbekannt und haben unter anderem zum Ziel, die Tatverdächtigen zu identifizieren. Zusammenhänge mit anderen Vorfällen werden geprüft. Ob eine antisemitische Motivation der Tat zugrunde lag, ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen, nach vorläufiger Bewertung aber nicht fernliegend.«

Die israelische Botschaft in Berlin kommentierte den Vorfall: »Schon wieder Berlin. Eine Frau trägt einen Davidstern. Sie wird antisemitisch beleidigt und schließlich mit einer zerbrochenen Glasflasche angegriffen«, hieß es. »So sieht es aus, wenn aus antisemitischem Hass Gewalt wird. Eine Woche vor der Wahl erwarten wir von allen Parteien eine klare Haltung: Antisemitismus und Gewalt gegen Juden dürfen in Berlin keinen Platz haben. Keine Relativierung. Keine Ausreden.«

Auch Berliner Politiker, darunter Spitzenkandidaten mehrerer Parteien, verurteilten die antisemitisch motivierte Attacke. ja

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