Berlin

Staatsanwaltschaft ermittelt nach antisemitischem Linke-Konzert

Rapper Dahabflex auf der Wahlkampfveranstaltung der Linken Neukölln auf dem Herrfurthplatz Foto: Joshua Schultheis

Nach einem umstrittenen Auftritt eines Rappers mit Gewaltaufrufen bei einer Wahlkampfveranstaltung der Linken in Berlin-Neukölln, ist ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Damit solle geklärt werden, ob die Texte strafrechtlich relevant seien, sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) im Innenausschuss. Dazu müssten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht nur den Text und die Begriffe, sondern auch den Gesamtzusammenhang klären. Dabei gehe es auch um die Kunst- und Meinungsfreiheit.

Bei der Veranstaltung Ende August mit dem Titel »Wütend auf den Kapitalismus« soll ein umstrittener Rapper ein Lied mit Zeilen wie »Yalla Yalla Intifada Westbank, Palästina, Gaza« sowie »Death to the IDF« (»Tod der israelischen Armee«) gesungen haben. Zuschauer tanzten und klatschten, die anwesenden Linke-Politiker reagierten demnach nicht.

Intifada bezeichnet Anschläge auf Israelis, bei denen in den vergangenen Jahrzehnten viele Menschen ermordet wurden.

Lesen Sie auch

Auf die Frage des CDU-Innenpolitikers Burkard Dregger, ob der Neuköllner Linke-Kreisverband vom Verfassungsschutz beobachtet werde, sagte dessen Chef Michael Fischer, zwei Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl werde er sich »in keiner Weise« zu beteiligten Parteien äußern.

Die Berliner Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp hatte nach dem Vorfall gesagt, sie sei »entsetzt«: »Der Bezirksverband Neukölln hat den Sänger eingeladen, ich erwarte, dass dort aufgeklärt wird, wie es zu so einer Grenzüberschreitung kommen konnte und dass es Konsequenzen gibt.« dpa/ja

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Initiativen warnen vor rechter Gewalt nach AfD-Wahlsieg

Nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt mahnen Initiativen mehr Unterstützung gegen rechte Gewalt an. Was lokale Akteure und die Kirche jetzt fordern

 08.09.2026

Frankfurt am Main

Michel Friedman: Union hat seit Jahren völlig falsche AfD-Politik betrieben

»Die CDU hat gerade erlebt: Das Bodenlose ist möglich«, sagt der Publizist. Was hätte die Partei ihm zufolge tun sollen?

 08.09.2026

Ramallah/Washington D.C./New York

Palästinensische Autonomiebehörde beantragt Einreisevisa für Abbas und Delegation

Die Palästinenser testen offenbar das von der amerikanischen Regierung angekündigte Einreiseverbot für Präsident Mahmud Abbas vor der UNO-Generalversammlung

 08.09.2026

Berlin

Wüst bringt Prüfung eines AfD-Verbots ins Spiel

Wie will der nordrhein-westfälische Ministerpräsident vorgehen?

 08.09.2026

Reaktion

Europäische Rabbiner: Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ist Weckruf

Das Abschneiden der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt mit über 40 Prozent sorgt auch im Ausland für Besorgnis. Was orthodoxe europäische Rabbiner dazu sagen

von Leticia Witte  08.09.2026

Meinung

Die Wähler sind selbst schuld

Die AfD macht die etablierten Parteien verächtlich und höhlt so die Demokratie aus. Doch die eigentliche Verantwortung für die Misere trägt der Souverän

von Michael Thaidigsmann  08.09.2026

Umfrage

Relative Mehrheit gegen AfD-Regierung mit anderen Parteien

Die AfD gewinnt die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt deutlich, kann aber nicht allein regieren. Viele Deutsche lehnen laut einer Umfrage eine Regierungsbildung mit Hilfe anderer Parteien ab

 08.09.2026

Rechtsextremismus

Jan Philipp Thomeczek: Weitere Radikalisierung der AfD nach Wahlerfolg fraglich

Die AfD hat in Sachsen-Anhalt ihren bisher größten Erfolg eingefahren. Übernimmt die gesamte AfD nun den dortigen Kurs? Ein Politikforscher liefert eine Einschätzung

 08.09.2026

Magdeburg/Berlin

Nach Wahl in Sachsen-Anhalt: Tausende protestieren gegen die AfD

Der Wahlsieg der AfD beschäftigt nicht nur die Menschen in Sachsen-Anhalt. Vielerorts in Deutschland gehen die Menschen gegen die Partei auf die Straße, darunter Tausende in Berlin

 08.09.2026