Umfrage

Relative Mehrheit gegen AfD-Regierung mit anderen Parteien

Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat AfD in Sachsen-Anhalt, und die AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla und Alice Weidel in der Bundespressekonferenz Foto: picture alliance / dts-Agentur

Die AfD sollte trotz des klaren Wahlsieges in Sachsen-Anhalt aus Sicht von knapp der Hälfte der Menschen in Deutschland nicht mit Hilfe anderer Parteien die Landesregierung bilden. In einer repräsentativen YouGov-Umfrage lehnen dies 36 Prozent der Befragten klar ab (»auf keinen Fall«), 11 Prozent antworteten mit »eher nein«.

Aus Sicht von 20 Prozent der Befragten dagegen sollte die rechtsextremistische AfD »auf jeden Fall« mit Unterstützung anderer Parteien die Landesregierung in Sachsen-Anhalt bilden, 18 Prozent antworteten mit »eher ja«.

Die AfD hatte die Landtagswahl am Sonntag mit deutlichem Abstand gewonnen und strebt an die Regierung. Doch ihre 43,8 Prozent nach dem vorläufigen Ergebnis reichen nicht für eine Alleinregierung. Die CDU kommt auf 17,2 Prozent. Linke, Grüne und SPD rangieren jeweils bei Werten um 9 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) schafft es mit gut 5 Prozent knapp in den Landtag. Damit ist unklar, wer künftig das Bundesland regieren kann.

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Etwa jeder Fünfte (24 Prozent) findet es der YouGov-Umfrage zufolge »voll und ganz falsch«, dass die CDU generell eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließt; 16 Prozent der Menschen sind der Meinung, es sei »eher falsch«. Ein etwas größerer Teil der Befragten (31 Prozent »voll und ganz« beziehungsweise 15 »eher richtig«) befürwortet es dagegen, dass die CDU eine Zusammenarbeit mit der AfD generell ausschließt.

Weniger klar ist es der Umfrage zufolge bei der Position der CDU, generell eine Zusammenarbeit auch mit der Partei Die Linke auszuschließen: Hier sind 41 Prozent der Meinung, dass dies »voll und ganz falsch« sei beziehungsweise »eher falsch«. 39 Prozent dagegen finden dies richtig.

Auf Basis der »YouGov-Frage des Tages« wurden den Angaben zufolge am 7. September 1.862 Personen in Deutschland ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. dpa

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