Nahost

Nach Berichten über US-Angriffspläne: Teheran droht Nachbarländern, greift Ziele in Kuwait an

Eine Drohne und Raketen werden in Teheranausgestellt. Foto: picture alliance / SIPA

Nach Medienberichten über eine bevorstehende große US-Angriffswelle auf den Iran droht Teheran Nachbarländern in der Region. Muslimische Länder sollten ihre Kooperation mit den USA überdenken, andernfalls könnten sie zum Ziel iranischer Angriffe werden, sagte der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi, laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim.

Erst am frühen Samstagmorgen hatte sich das Militär im Golfstaat Kuwait nach eigenen Angaben gegen iranischen Drohnenbeschuss verteidigt. Durch herunterfallende Trümmerteile sei es zu Sachschäden gekommen, hieß es weiter. Kuwait – wie auch andere muslimische Länder in der Region – beherbergen US-Militärstützpunkte.

Offiziellen Angaben zufolge griff der Iran ein kuwaitisches Regierungsgebäude und weitere »wichtige Einrichtungen« in dem kleinen Golfstaat an. Auch Fahrzeuge eines Unternehmens seien mit Drohnen attackiert worden, teilte das Außenministerium in Kuwait-Stadt mit. Die Armee sprach wie zuvor von einer »iranischen Aggression«.

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Irans Außenminister Abbas Araghtschi warnte derweil in einem Gespräch mit seinem saudi-arabischen Kollegen Faisal bin Farhan vor einer neuen militärischen Eskalation im Krieg mit den USA. Die schlagkräftigen Streitkräfte seines Landes würden auf jeden Akt der Aggression entschlossen reagieren, schrieb Araghtschi auf der Plattform Telegram. Im Falle neuer Angriffe müssten die USA, Israel sowie beteiligte Staaten in der Golfregion die volle Verantwortung dafür tragen, warnte er.

Zuletzt hatten US-Medien berichtet, dass US-Präsident Donald Trump erwäge, noch an diesem Wochenende neue Angriffe auf Ziele im Iran zu starten. Das »Wall Street Journal« berichtete, Trump habe bereits neue und mehrtägige Angriffe befohlen, könnte seine Meinung aber noch bis zur letzten Minute ändern. dpa

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