Texas

Demokraten in Texas verhindern Kandidatur antisemitischer Bewerberin

In Houston demonstriert ein Mann für die Demokraten. Foto: picture alliance / NurPhoto

Die umstrittene Kongressbewerberin Maureen Galindo hat die Stichwahl der Demokraten im 35. Wahlbezirk des US-Bundesstaates Texas verloren. Ihr innerparteilicher Rivale Johnny Garcia setzte sich nach Auszählung der Stimmen deutlich durch und wird nun im November gegen den republikanischen Kandidaten Carlos De La Cruz antreten. Amerikanische Medien berichteten.

Galindo war in den vergangenen Wochen wegen antisemitischer Aussagen massiv unter Druck geraten. Landes- und Bundespolitiker der Demokraten distanzierten sich öffentlich von der Sexualtherapeutin, nachdem sie in sozialen Netzwerken vorgeschlagen hatte, ein Abschiebegefängnis der Einwanderungsbehörde ICE in ein »Gefängnis für amerikanische Zionisten« umzuwandeln.

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Später verschärfte sie ihre Rhetorik weiter und sprach von »Milliardärs-Zionisten«, die eingesperrt und kastriert werden sollten. Diese Aussagen lösten parteiintern breite Empörung aus. Galindo bestritt, antisemitisch zu sein. Sie erklärte, ihre Kritik richte sich nicht gegen Juden, sondern gegen »Milliardärs-Zionisten, unabhängig von deren Religion«. Zudem warf sie dem demokratischen Wahlkampfausschuss DCCC vor, ihre Aussagen absichtlich zuzuspitzen, um ihren »von Israel unterstützten Gegner« zu fördern.

Trotz der Kontroversen erhielt Galindo mehr als 36 Prozent der Stimmen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP lag Garcia bei rund 63 Prozent.

Der Ausgang der Wahl wurde von führenden Demokraten mit Erleichterung aufgenommen. Die Partei betrachtet den Wahlkreis als politisch gefährdet, nachdem Donald Trump dort bei der Präsidentschaftswahl 2024 mit zehn Prozentpunkten Vorsprung gewonnen hatte. Nationale Demokraten hatten Garcia deshalb intensiv unterstützt und in ein wichtiges Förderprogramm für aussichtsreiche Kandidaten aufgenommen.

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Auch finanziell erhielt Garcia starke Unterstützung. Ein gemäßigtes demokratisches Aktionskomitee investierte mehr als eine Million Dollar in seinen Wahlkampf. Zugleich warfen Demokraten den Republikanern vor, indirekt Galindo unterstützt zu haben. Im Zentrum der Vorwürfe stand eine undurchsichtige Organisation namens »Lead Left«, die laut Berichten mehr als 900.000 Dollar (773.000 Euro) für Angriffe auf Garcia und zur Unterstützung Galindos ausgegeben haben soll.

Garcia, der als Sheriff-Stellvertreter arbeitet, erhielt unter anderem Rückendeckung vom früheren US-Verkehrsminister Pete Buttigieg sowie mehreren demokratischen Kongressabgeordneten aus Texas. Im November trifft er auf den Republikaner Carlos De La Cruz, den Bruder der Kongressabgeordneten Monica De La Cruz. im

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