Khan Younis

Israel wirft Hamas Folter in Klinik vor

Nasser-Krankenhaus (Archivbild) Foto: picture alliance / Anadolu

Israels Armee und der Inlandgeheimdienst Schin Bet werfen der Hamas im Gazastreifen vor, mit Einschüchterung und Gewalt gegen schwindende Unterstützung in der Bevölkerung des Gazastreifens vorzugehen. Jüngst veröffentlichte Geheimdienstinformationen zeigten, dass die Hamas das Nasser-Krankenhaus in Khan Younis als Verwaltungszentrale »zum Zweck von Verhören, Folter und Erpressung« nutze, teilte die Armee am Donnerstag mit.

»Die Terrororganisation Hamas hat einen Rückgang der Unterstützung unter den Einwohnern des Gazastreifens festgestellt und befürchtet, ihren Einfluss auf die Bevölkerung zu verlieren«, so die israelische Armee. Sie versuche nun, ihre Herrschaft gewaltsam durchzusetzen.

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Israel wirft der Hamas Völkerrechtsverstöße vor, indem sie zivile Infrastruktur militärisch nutze. Man habe Informationen, dass das Krankenhaus als zentrale militärische Infrastruktur der Hamas im südlichen Gazastreifen diene. Die ständige Präsenz von teils maskierten Hamas-Terroristen schüre Angst unter den Mitarbeitern und Patienten und stelle eine Gefahr dar.

Im Januar hatte die Organisation »Ärzte ohne Grenzen« (MSF) ihre nicht lebensnotwendigen medizinischen Aktivitäten im Nasser-Krankenhaus zwischenzeitlich eingestellt, unter anderem wegen der Präsenz Bewaffneter in dem Krankenhaus, die Patienten einschüchterten oder festnahmen sowie wegen des Verdachts auf Waffentransporte. Mitte April teilte MSF mit, dass die Kernaktivitäten wieder aufgenommen werden, nachdem die zuständigen Behörden Maßnahmen ergriffen hätten. kna

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