Washington D.C.

Abgeordneter Jared Moskowitz erhält antisemitisch motivierte Morddrohungen

Der demokratische Abgeordnete Jared Moskowitz Foto: picture alliance / newscom

Der jüdische US-Kongressabgeordnete Jared Moskowitz aus Florida sieht sich einer Welle antisemitischer Drohungen ausgesetzt. Nach Angaben aus seinem Umfeld gingen in seinem Abgeordnetenbüro in Washington in den vergangenen Monaten zahlreiche beleidigende und gewaltverherrlichende Sprachnachrichten ein – darunter auch Morddrohungen. Die charedische Publikation »VIN News« berichtete.

Mehrere dieser Aufnahmen wurden inzwischen von Medien ausgewertet und veröffentlicht. Sie enthalten demnach wiederkehrende antisemitische Beschimpfungen, Anspielungen auf den Holocaust, Verschwörungsmythen über Juden und Israel sowie direkte Drohungen gegen den Politiker selbst.

In einer besonders drastischen Nachricht wurde der Demokrat Moskowitz laut Medienberichten unter anderem als »zionistisches, jüdisches verdammtes Schwein« (»zionist Jewish fucking pig«) beschimpft. Andere Inhalte richteten sich pauschal gegen Juden und enthielten Gewaltfantasien.

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Der Kongressabgeordnete selbst erklärte gegenüber Medien, die Drohungen hätten auch Auswirkungen auf sein privates Umfeld. »Ich bekomme Sprachnachrichten, in denen gesagt wird, dass sie mich töten wollen, Juden töten wollen. Das ist beängstigend. Offensichtlich lesen meine Kinder manchmal die Nachrichten und sehen so etwas, oder sie hören es von ihren Freunden. Das ist gefährlich«, sagte Moskowitz. Nach seinen Angaben steht sein Haus inzwischen unter permanentem Polizeischutz.

Moskowitz, der im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten des Repräsentantenhauses sitzt und sich regelmäßig für Israel ausspricht, kündigte an, sich von den Drohungen nicht einschüchtern zu lassen.

Die Vorfälle reihen sich in eine Serie von antisemitisch motivierten Drohungen gegen jüdische Politiker in den USA ein. Sicherheitsbehörden und die Anti-Defamation League verweisen seit Jahren auf einen deutlichen Anstieg antisemitischer Straftaten, insbesondere nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 in Israel. im

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