Kanada

Kritik an Pro-Terror-Konferenz in Toronto

Toronto Foto: picture alliance/dpa

In Kanada wächst die Kritik an einer für November in Toronto geplanten Konferenz, auf der laut Recherchen aus dem Umfeld des Netzwerkes Combat Antisemitism Movement der Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 gefeiert werden soll. Hinter der Veranstaltung steht die Gruppe Masar Badil, die international wegen ihrer Nähe zu als terroristisch eingestuften Strukturen im Fokus steht.

Die Konferenz trägt den Titel »Three Years of Al-Aqsa Flood« und ist inhaltlich auf das ausgerichtet, was die Organisatoren selbst als »Widerstand« bezeichnen. In der Außendarstellung wird der 7. Oktober dabei nicht als Terrorangriff, sondern als »Akt des Widerstands« beschrieben und entsprechend gewürdigt.

In Texten und Ankündigungen der Gruppe finden sich Formulierungen, die über den Nahost-Konflikt hinausgehen und sich auch gegen westliche Staaten richten. So wird etwa von »besetztem Turtle Island« gesprochen – ein Begriff, mit dem die USA und Kanada gemeint sind, die in der Rhetorik der Organisation als Teil eines imperialen Systems dargestellt werden. Kritiker werten diese Sprache als grundsätzliche Delegitimierung westlicher Demokratien.

»Konkrete Realität«

Auffällig ist zudem, dass die Konferenz auf Netzwerke trifft, die bereits zuvor im Zusammenhang mit extremistischen Strukturen genannt wurden. Mehrere unterstützende Gruppen stehen nach Angaben aus Sicherheitskreisen und Berichten mit dem Samidoun-Netzwerk in Verbindung, das in Kanada als Terror-Frontorganisation eingestuft wurde.

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Masar Badil selbst wird ebenfalls in diesen Kontext eingeordnet. Die Organisation soll laut US-Behörden und politischen Bewertungen eng mit dem PFLP-Umfeld verbunden sein. Bereits 2024 wurden sowohl einzelne Führungspersonen der Gruppe als auch verbundene Strukturen mit Sanktionen belegt.

Inhaltlich wird die Konferenz nach Angaben der Veranstalter auch als Plattform verstanden, um internationale »Widerstandsbewegungen« zu vernetzen und politische Ziele zu formulieren. In einer Erklärung der Organisatoren heißt es, der 7. Oktober habe »die theoretische Idee der Befreiung in eine konkrete Realität überführt«.

Stärkung des »Widerstands«

Neben Masar Badil stehen weitere Gruppen im Fokus, die die Veranstaltung unterstützen sollen. Dazu zählen unter anderem studentische und aktivistische Netzwerke in Nordamerika, die in der Vergangenheit bereits durch Aktionen im Zusammenhang mit Pro-Terror-Kampagnen aufgefallen sind.

Die Organisatoren kündigten die Konferenz bewusst am sogenannten »Nakba-Tag« an, den sie als Erinnerungstag und politischen Mobilisierungspunkt verstehen. Ziel sei es, »regionale Kräfte zu konsolidieren« und den »Widerstand« weiter zu stärken.

Ob die Pro-Terror-Konferenz in Toronto verboten wird, bevor sie anfängt, ist bisher unklar. im

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