Marina Weisband wird mit dem Verdienstorden zum Tag der Deutschen Einheit ausgezeichnet. Die Autorin erhält die Auszeichnung gemeinsam mit 22 weiteren Menschen, die sich, wie es in der Begründung heißt, »in vielfältiger Weise um die demokratischen Werte, um Aussöhnung sowie die internationale Verständigung verdient« gemacht haben. Sie seien »herausragende Stimmen der gesellschaftspolitischen Debatten in unserem Land, fördern als Künstlerinnen und Künstler das gegenseitige Verständnis in der Gesellschaft und tragen aktiv zum Zusammenhalt bei.« Neben Weisband werden auch Tova Friedman und ihr Enkel Aron Goodman ausgezeichnet.
Boy George wird am 4. November ein Konzert in Israel geben und zwar in der Menora Mivtachim Arena in Tel Aviv. Am 23. September beginnt der Kartenvorverkauf. Tickets sollen zwischen 280 und 799 Schekel kosten. George iat ein großer Unterstützer Israels. Für seinen Support und seine Solidarität mit den Opfern des Hamas-Terrors vom 7. Oktober wurde der britische Sänger kürzlich von der jüdischen Gemeinde Vancouver geehrt. In der Synagoge Temple Sholom trat der 65-jährige Sänger vor rund 800 Gästen auf und sang seinen Song »We Will Dance Again«. Zuvor hatte er wegen seiner öffentlichen Haltung heftige Anfeindungen erlebt. Boy George betonte, dass er jüdische Freunde seit seiner Jugend kenne und sich ihnen und ihren Familien eng verbunden fühle. Rabbi Dan Moskovitz bezeichnete ihn als »Mensch«, Verbündeten und Freund der jüdischen Gemeinschaft.
Martin Moskowicz ist ja seit Juli Präsident des Zürich Film Festivals (ZFF) und hat sich kurz vor dem Start des ZFF zu seiner neuen Aufgabe geäußert: »Es ist etwas, was ich in meinem Leben noch nie gemacht habe: ein Festival mal von innen kennenzulernen. Mir gefällt das. Das Zurich Film Festival ist außergewöhnlich gut aufgestellt«, sagte der Filmproduzent dem Branchen-Medium »The Spot MediaFilm«.
Die Comedienne und Darstellerin Sarah Silverman übernimmt in der dritten Staffel der Comedy-Serie Nobody Wants This eine wichtige Nebenrolle. Die 55-Jährige spielt Rabbi Eden, die als »warme und schrullige Lehrerin« in einer Judentum-Einsteigerklasse beschrieben wird. Silverman hat durchaus Serien-Erfahrung. Sie hatte kleinere Parts bei Seinfeld oder auch Friends. Nobody Wants This ist neben The Pitt eine der beliebtesten Serien 2026.
Michael Polansky und Lady Gaga sollen Eltern geworden sein. Das Paar, berichten verschiedene Medien, sei in Los Angeles beim Spaziergang mit dem Baby gesehen worden. Eine offizielle Bestätigung allerdings gab es noch nicht. Michael Polansky soll laut israelischen Medien jüdisch-koreanische Wurzeln haben. Vor zwei Jahren sagte Lady Gaga in der Show von Stephen Colbert, dass es ihr ein großer Wunsch war, Mutter zu werden.
Gal Gadot hat Jimmy Kimmel gezeigt, wie man das Schofar bläst. In seiner Show Jimmy Kimmel Live brachte die Schauspielerin ihr eigenes Schofar mit und ging mit gutem Beispiel und viel Puste voran. Kimmel hatte sein eigenes Schofar – und der Ton, den er herausbrachte, klang wirklich sehr gut. Zwar eher wie ein ablegender Dampfer, aber immerhin. Vielleicht half es Kimmel, dass er in jüngeren Jahren mal Klarinette gespielt hat? Gadot jedenfalls war begeistert.
Lior Raz steht auch in der fünften Staffel der israelischen Erfolgsserie Fauda als Doron Kavillio im Mittelpunkt. Die neue Staffel setzt sich erstmals intensiv mit den Folgen des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 auseinander. Für Raz ist das Thema persönlich: Der Schauspieler, der selbst in einer israelischen Undercover-Einheit diente, fuhr am 7. Oktober in den Süden Israels und half bei der Evakuierung von Menschen. In der Serie kämpft der traumatisierte Doron zunächst mit den Folgen seiner Einsätze, wird dann aber in die Jagd auf einen Hamas-Terroristen hineingezogen. Die Staffel verbindet damit Thriller-Elemente mit der israelischen Erfahrung nach dem 7. Oktober.
P!nk hat auf Hass-Kommentare zu einem Repost reagiert. Und zwar so deutlich wie noch nie zuvor: Sie werde, schrieb sie, keinen komplexen Krieg in einer Instagram-Bildunterschrift abhandeln und keine Parolen nachplappern, nur um Follower zurückzuholen. Die Sängerin hatte ein Video einer amerikanischen NGO auf Instagram geteilt und war dafür teils wüst beschimpft worden. Sie könne vieles einstecken, da sie schon des Öfteren als der Bösewicht galt, nur werde sie es nicht mehr leise machen. Außerdem, so schrieb P!nk an Erew Rosch Haschana, werde sie für ihre Kinder das Abendessen zubereiten, Kerzen anzünden, Äpfel in Honig dippen, sich ein Glas Wein gönnen und dankbar sein. »Das ist meine Tradition, und die ist nun einmal jüdisch. Schana towa.«
Noah Wyle ist bei den Emmy Awards erneut als bester Hauptdarsteller einer Dramaserie ausgezeichnet worden: Für seine Rolle als jüdischer Arzt Dr. Michael »Robby« Robinavitch in The Pitt erhielt der 55-Jährige zum zweiten Mal in Folge den wichtigsten US-Fernsehpreis in dieser Kategorie. The Pitt selbst wurde erneut als beste Dramaserie geehrt. Wyle, der jüdische Vorfahren aus der Ukraine hat, hat die jüdische Identität seiner Figur maßgeblich mitgestaltet: In der Serie spricht Robby in einer Extremsituation das Schma Jisrael, während die zweite Staffel unter anderem das Massaker in der Tree-of-Life-Synagoge in Pittsburgh thematisiert.
Quentin Tarantino sorgt derzeit in israelischen Kinos für unfreiwillige Unterhaltung: Der Hollywood-Regisseur, der mit der Israelin Daniella Pick verheiratet ist und einen Teil des Jahres in Tel Aviv lebt, fällt bei Vorstellungen durch sein besonders lautes Lachen auf. Eine Kinobesucherin berichtete, eine Frau habe ihn während eines Films beinahe angeschrien, er solle endlich still sein. Erst nach dem Abspann habe sich herausgestellt, dass es Tarantino war. Auch bei einer Vorführung seines eigenen Films Once Upon a Time in Hollywood soll der Regisseur ausgerechnet während der gewalttätigen Schlussszene laut gelacht haben. In sozialen Medien reichen die Reaktionen von genervten Kinogängern bis zu Fans, die Tarantinos exzentrisches Verhalten amüsant finden.