New York

Jetzt äußert sich Ed Sheeran zum Macklemore-Aus

Macklemore und Ed Sheeran Foto: picture alliance / AP Photo/undefined

Nach propalästinensischen Äußerungen und dem Ausschluss von US-Rapper Macklemore aus dem weiteren Vorprogramm seiner Tour hat Popstar Ed Sheeran erstmals Stellung dazu bezogen. Das sei die Entscheidung des Tourveranstalters gewesen, nicht seine, schrieb Sheeran auf Instagram. Er selbst habe in den vergangenen Tagen ausgiebig unter anderem mit Vertretern der Veranstaltungsorte, dem Tourveranstalter und »Aktivisten auf beiden Seiten« gesprochen, um eine gemeinsame Lösung zu finden, aber ohne Erfolg. Unterdessen kündigten weitere Musiker an, nicht mehr im Rahmen von Sheerans Tour auftreten zu wollen.

Er sei »entsetzt« vom Nahost-Konflikt und dem Leid auf beiden Seiten, schrieb Sheeran weiter. »Ich habe meine persönliche Meinung zu diesem verheerenden Konflikt. Nur weil ich mich dazu nicht öffentlich äußere, heißt es nicht, dass ich diese nicht habe, und es heißt auch nicht, dass es mir egal ist.«

Er respektiere es, dass Macklemore sich laut für das stark mache, woran er glaube, so Sheeran weiter. Er selbst habe aber für sich entschieden, seine Auftritte nicht für politische Meinungsäußerungen zu nutzen - vor allem, weil unter seinen Zuschauern viele jungen Menschen, darunter auch Kinder, von überall her seien, und er für diese einen »Ort der Sicherheit und Zuflucht« schaffen wolle. »Wenn wir uns nur darauf konzentrieren, wer am lautesten schreit, wird sich nie etwas ändern.«

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Zuvor hatte Macklemore mitgeteilt, dass »Ed Sheeran und sein Team« ihn aus der Tour gestrichen hätten. Laut Medienberichten hatte der 43-Jährige auf Konzerten etwa gesagt: »Einer der Gründe, warum ich bei dieser Tour mitmachen wollte, war, dass ich hier auf Bühnen und in Stadien in ganz Amerika stehen und zwei Worte sagen kann, die mir sehr am Herzen liegen: Free Palestine.« Die Organisation Israeli-American Council (IAC) hatte laut Medien daraufhin eine Petition gestartet, in der sie Sheeran dazu aufrief, den Rapper auf seiner Tour nicht weiter auftreten zu lassen.

Nach der Entscheidung gegen Macklemore kündigten alle acht Vorbands am Dienstag an, nicht mehr als Support-Acts auf der Sheeran-Tour auftreten zu wollen. »Künstler dürfen nicht zum Schweigen gebracht werden, wenn sie ihre Stimme für Unterdrückte erheben«, schrieb etwa der Musiker Finneas O’Connell, auch bekannt als enger Wegbegleiter seiner Schwester Billie Eilish, auf Instagram.

Sheeran ist mit seiner »Loop«-Tour noch bis November in den USA unterwegs, danach sind Konzerte in Mexiko und Südamerika angesetzt. dpa

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