Israel

Wie Quentin Tarantino Israelis den Kinobesuch vermiest

Ob Quentin Tarantinos israelische Ehefrau Daniella Pick mitgelacht hat, ist nicht bekannt. Foto: picture alliance / abaca

Wenn Hollywoodregisseur Quentin Tarantino lacht, wackeln die Wände. Es ist laut, dröhnend, manchmal fast schrill und bricht auch gern explosionsartig aus ihm heraus. Kinobesucher in Tel Aviv können ein Lied davon singen, beziehungsweise posten. Denn derzeit gehen Berichte über ihre Kinoerlebnisse mit der unerwarteten Beschallung viral.

»Da saß jemand vor mir, der mitten in den Gruselszenen lachte, aber auch in völlig unpassenden Momenten – so ein schallendes Lachen mit Schnauben wie SpongeBob Schwammkopf«, zitiert »Times of Israel« die Kinobesucherin Shahar Tehila Mamo, die eine Vormittagsvorstellung im Planet Ayalon in Tel Aviv besuchte. »Eine Frau hat ihn fast angeschrien, er solle endlich still sein. Als der Film zu Ende war und das Licht anging, sahen wir, dass es Tarantino war.«

»An den brutalsten Stellen ...«

Die Kultursendung »Hatzinor« von Kanal 13 unterhielt ihre Zuschauer mit einer Sammlung von belustigten Posts über Kinobesuche mit dem Störfaktor Tarantino im Saal. Der Oscar-Regisseur, der seit 2018 mit Daniella Pick verheiratet ist, lebt einen Teil des Jahres in Tel Aviv.

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Eine andere Kinobesucherin wunderte sich über das »unangebrachte« Lachen im Saal, während sie sich beim Psychohorror-Thriller »Obsession« gruselte. Aber Tarantino lachte offensichtlich nicht nur über die Filme seiner Kollegen. Der Zuschauer Jonathan Emodi erzählte »Hatzinor«, dass er in der Tel Aviv Cinematheque Tarantinos »Once Upon a Time in Hollywood« gesehen habe, bei dem der Filmemacher das Drehbuch schrieb und Regie führte. »Die Schlussszene ist extrem gewalttätig – und er brach einfach in schallendes Gelächter aus.«

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In den Kommentaren unter den Posts und Foren findet sich fast jede Reaktion: von Leuten, die sich aufregen, dass ihr Filmgenuss gestört wird bis zu Fans, die Tarantinos Exzentrik feiern. Der Kinokomplex Planet Ayalon nahm es mit Humor: Alle Zuschauer seien willkommen, zitiert »Times of Israel« die Leinwand-Betreiber, »solche, die im Horrorfilm schreien, und auch legendäre Regisseure, die laut lachen.«

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