Eklat

Boykottaufrufe wegen Wonder Woman Gal Gadot

Star-Schauspielerin Gal Gadot Foto: picture alliance / newscom

Nach Adidas nun auch Ralph Lauren. Eine Produktion des internationalen Modehauses hat die israelische Schauspielerin Gal Gadot – die für ihre Darstellung von Wonder Woman weltweit berühmt wurde – für ein Magazincover gewählt. Und prompt hagelte es Boykottaufrufe.

Gadot trägt auf dem Titelblatt von »ModernLuxury« schimmernde Kleider aus der Herbstkollektion der Marke. »Schauspielerin Gal Gadot glänzt auf dem Cover des Magazins Modern Luxury«, lautet die Bildunterschrift zu dem Foto, das von Fotograf Tal Aboudi aufgenommen wurde. Geteilt wurde es mit den rund 16 Millionen Followern von Ralph Lauren.

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Es gab verleumderische Reaktionen

Viele äußerten daraufhin »ihre große Enttäuschung über das Modehaus« und kündigten an, dessen Produkte nicht mehr kaufen zu wollen. Zu den prominentesten Kommentaren gegen Gal Gadot und die Marke gehören Aussagen wie »Tschüss für immer, Ralph Lauren«, »Sehr schlechte Wahl« oder verleumderische Reaktionen wie: »Zionistischer Abschaum« und »Babymörderin«.

Ein Account namens PalMediaOrg schrieb: »So kompliziert ist das nicht: Boykott!« Einige Kommentatoren fügten zudem ein Foto von Gadot aus ihrer Zeit bei der israelischen Armee hinzu. Für israelische Männer und Frauen ist der Militärdienst Pflicht. Einen zivilen Ersatzdienst gibt es nur in Ausnahmefällen.

Neben der Welle des Hasses gab es aber auch Nutzer, die Ralph Lauren, Gadot und Israel unterstützten und die Schauspielerin sowie die Marke lobten. Unter anderem schrieben sie: »Perfekte Kombination« und »Gal, du bist eine wunderschöne Königin«.

Kommentar: »Gal, du bist eine wunderschöne Königin«

Andere wiesen darauf hin, dass Ralph Lauren, der 86-jährige legendäre Designer, selbst Jude ist. Daraufhin erwiderten einige: »Judentum ist nicht gleich Zionismus.«

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach einem ähnlichen Skandal um Adidas. Die Marke Adidas hatte den israelischen ehemaligen Soldaten Shalev Biton in einer Kampagne für »Schuhe für einbeinige Läufer« eingesetzt.

Adidas entschuldigte sich nach Boykottforderungen

Nachdem antiisraelische Aktivisten zum Boykott des Unternehmens aufgerufen hatten, entschuldigte sich Adidas am vergangenen Montag offiziell: »Wir sind uns bewusst, dass ein Foto, das kürzlich im Rahmen einer lokalen Aktion unseres Teams verwendet wurde, Besorgnis und starke Reaktionen hervorgerufen hat. Es war nie unsere Absicht, Schaden oder Beleidigung zu verursachen, und wir entschuldigen uns bei allen Betroffenen«, hieß es.

Ralph Lauren selbst oder einer seiner Sprecher hat sich nicht zu den Boykottaufrufen geäußert. Und auf dem Foto der offiziellen Instagram-Seite der Marke strahlt Wonder Woman weiter.

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