Diplomatie

Somaliland eröffnet Botschaft in Jerusalem

Jerusalem am 31. Mai Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Somaliland hat ein halbes Jahr nach der Anerkennung durch Israel eine Botschaft in Jerusalem eröffnet. Sie befindet sich im Har-Hotzvim-Hightech-Park. Bei der Einweihungszeremonie sprach der Präsident der Region in Ostafrika, Abdirahman Mohamed Abdullahi, von einer großen Ehre. Es sei für ihn ein besonderer Moment, die weltweit erste diplomatische Vertretung Somalilands zu eröffnen.

Somaliland hatte 1991 seine Unabhängigkeit von Somalia erklärt, war jedoch lange Zeit international nicht anerkannt. Erst im Dezember vergangenen Jahres erkannte Israel die mehrheitlich muslimische Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat an.

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Mehrere Länder der Region verurteilten diesen Schritt. Die Regierung in Mogadischu lehnt die Anerkennung Somalilands durch Israel weiterhin entschieden ab.

Es handelt sich um die achte diplomatische Vertretung, die in Jerusalem eröffnet wurde. Die USA, Guatemala, Honduras, Kosovo, Papua-Neuguinea, Paraguay und Fidschi unterhielten bereits Botschaften in der israelischen Hauptstadt.

Der Status Jerusalems ist umstritten. Israel betrachtet die gesamte Stadt seit 1980 als seine »ewige Hauptstadt«, während die Palästinenser Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines künftigen palästinensischen Staates beanspruchen. Zugleich lehnten sie mehrfach Friedenspläne ab, die ihnen Ost-Jerusalem als autonome Hauptstadt eines auch aus 97 Prozent des Westjordanlandes und ganz Gaza bestehenden Staates zugesprochen hätten. Der UN-Teilungsplan von 1947 sieht hingegen vor, dass Jerusalem unter internationale Kontrolle gestellt wird. dpa/ja

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