Warnung
Das Finanzministerium warnt, dass der Nationale Versicherungsfonds (Bituach Leʼumi) bereits 2029 zahlungsunfähig sein könnte. Deshalb sollen künftig vor allem Menschen ohne Arbeit höhere Beiträge zahlen, während Beschäftigte nicht zusätzlich belastet werden sollen. Für große Empörung sorgt die Sonderregelung für Jeschiwa-Studenten, die bis zum Renteneintrittsalter lediglich rund 165 Euro im Jahr zahlen, was weniger als ein Zehntel des Satzes von Durchschnittsverdienern ist. Anders als reguläre Studenten, deren Ausbildung das spätere Einkommen erhöht, erwerben Jeschiwa-Studenten selten berufliche Qualifikation. Zudem sind nur 53 Prozent der ultraorthodoxen Männer erwerbstätig. Laut Israel Democracy Institute summiert sich der Beitragsvorteil auf bis zu 3500 Euro pro Person.
Netzwerke
Das Ministerium für Diaspora-Angelegenheiten hat einen Bericht veröffentlicht, der Verbindungen zwischen mehreren israelfeindlichen US-Organisationen und als Terrororganisationen eingestuften Gruppierungen beleuchtet. 20 anti-israelische Organisationen sollen demnach in einem Zeitraum von fünf Jahren mehr als 217 Millionen Euro an Spenden und Fördergeldern erhalten haben. Analysiert wurden Finanzierungswege, Organisationsstrukturen und personelle Überschneidungen. Ziel sei die Identifizierung von Netzwerken gewesen, die »Hetze, Radikalisierung oder illegale Aktivitäten begünstigen«, so die Autoren. Genannt werden dabei unter anderem American Muslims for Palestine, das Palestinian Youth Movement, die Muslim American Society, Code Pink, Students for Justice in Palestine und Jewish Voice for Peace. Auch legale Spendenstrukturen seien genutzt worden, um anti-israelische Aktionen zu finanzieren.
Trauer
Bar Bechor Asraf ist tot am Grab seiner Kindheitsfreundin Liron Barda gefunden worden, die am 7. Oktober 2023 auf dem Nova-Festival ermordet wurde. Nur wenige Tage zuvor hatte der 30-Jährige die Hochzeit seines Bruders gefeiert. Seine Familie versucht nun, in ihrer Trauer auf die oft übersehenen seelischen Folgen für Angehörige und Freunde der Opfer der Hamas-Massaker aufmerksam zu machen.
7. Oktober
Generalstabschef Eyal Zamir hat bekräftigt, dass die Verfolgung aller Beteiligten am Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 fortgesetzt wird. Kein Verantwortlicher der Massaker werde entkommen, sagte er bei einer Lagebesprechung. »Wir werden nicht nachlassen, bis wir jeden zur Rechenschaft gezogen haben.« Die Streitkräfte setzten ihre Sicherheitsstrategie nicht nur in Gaza, sondern entlang aller Grenzen des Landes um, um die Bewohner Israels zu schützen.
Jahrzeit
Trauernde Familien müssen künftig nicht mehr die Erlaubnis ihres Arbeitgebers einholen, um die Jahrzeit eines nahen Angehörigen zu begehen. Die Knesset verabschiedete dazu eine Änderung des Urlaubsgesetzes. Diese erlaubt es Arbeitnehmern, einen ihrer gesetzlichen Urlaubstage für die Jahrzeit eines Verwandten ersten Grades zu nutzen, was der Arbeitgeber nicht ablehnen darf. Die Kampagne wurde unter anderem von Hamaniot initiiert, einer Organisation, die Halb- und Vollwaisen sowie Witwen und Witwer unterstützt.