Nahost

Abbas zu Gesprächen mit Erdoğan in Ankara

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas Foto: picture alliance / Xinhua News Agency

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Abbas zu Gesprächen mit Erdoğan in Ankara

Der Palästinenserpräsident will sich zwei Tage in der Türkei aufhalten. Israels Finanzminister Smotrich fordert Netanjahu auf, Abbas die Rückkehr zu verweigern

 12.08.2026 13:26 Uhr

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, ist am Dienstag zu einem zweitägigen offiziellen Besuch in der türkischen Hauptstadt Ankara eingetroffen. Nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa wurde Abbas am Flughafen unter anderem vom türkischen Handelsminister Ömer Bolat sowie vom palästinensischen Gesandten in Ankara, Nasri Abu Jaish, empfangen. Das Jewish News Syndicate (JNS) berichtete.

Während seines Aufenthalts ist ein Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan geplant. Wafa bezeichnete die Gespräche als Teil der »regelmäßigen politischen Konsultationen« zwischen den beiden Politikern. Dabei soll es unter anderem um die Lage im Westjordanland sowie im Gazastreifen gehen. Auch die Beziehungen zwischen der PA und der Türkei stehen demnach auf der Tagesordnung.

Abbas wird von einer Delegation begleitet, zu der unter anderem PLO-Exekutivkomiteemitglied Ziad Abu Amr, der Fatah-Funktionär und Generalmajor Majed Faraj sowie seine Berater Majdi al-Khaldi und Mahmoud al-Habbash gehören. Faraj steht zugleich an der Spitze des Allgemeinen Nachrichtendienstes der Palästinensischen Autonomiebehörde.

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In Israel stieß die Reise auf scharfe Kritik. Finanzminister Bezalel Smotrich bezeichnete Abbas als »einen Feind an der Spitze einer Terrorbehörde, die Terror gegen den Staat Israel fördert und finanziert«. Damit bezog sich der Minister auf die Rentenzahlungen für Terroristen und ihre Hinterbliebenen, die nach Angaben der PA nicht mehr gezahlt werden. Israel und die USA gehen davon aus, dass die Zahlungen nur besser versteckt werden.

Smotrich forderte Ministerpräsident Netanjahu zugleich auf, Abbas nach dessen Türkei-Reise nicht wieder nach Israel beziehungsweise ins Westjordanland einreisen zu lassen. Die Palästinensische Autonomiebehörde müsse »aufgelöst werden«, erklärte der Finanzminister.

Auch zwischen Israel und der Türkei verschärfte sich zuletzt der Ton. Das israelische Außenministerium warf Erdoğan am Dienstag angesichts der türkischen Kritik an Israel militärische Aggression vor. Ankara unterhalte Truppen in mehreren Nachbarstaaten und kontrolliere Gebiete auf Zypern, in Syrien und im Irak. »Die Türkei besitzt die Dreistigkeit, Israel zu kritisieren. Aber wie sieht die Realität vor Ort aus?«, schrieb das Außenministerium auf X.

Israel kontrolliere dagegen lediglich vorübergehend rund 0,1 Prozent des syrischen Staatsgebiets. Bei diesem Gebiet handele es sich um eine »Pufferzone zum Schutz seiner Bürger vor nachgewiesenen Sicherheitsbedrohungen«, erklärte das Ministerium. im

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