Ramallah

Am Jom Haschoa: Abbas ehrt Verantwortlichen für Terror-Renten

Der vor 19 Jahren für vier Jahre gewählte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat einem verstorbenen früheren Funktionär posthum eine hohe Auszeichnung verliehen. Geehrt wurde Qadri Abu Bakr, der zu Lebzeiten das Gefangenenwesen der Palästinensischen Autonomiebehörde leitete und mit dem Pay-for-Slay-System in Verbindung gebracht wurde. Dabei handelt es sich um Renten für palästinensische Terroristen, die Israelis ermordet haben.

Ein Ende der Zahlung von Terror-Renten durch Abbas’ Behörde wurde aufgrund des internationalen Drucks gegen diese Praxis mehrfach offiziell angekündigt. Das israelische Außenministerium wirft Abbas jedoch vor, die Terror-Renten weiterhin zu überweisen.

Nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA überreichte Abbas Angehörigen Abu Bakrs den »Stern des Verdienstes des Staates Palästina«. Die Zeremonie fand bereits am Montagabend statt.

Lesen Sie auch

Für besondere Kritik sorgte laut einem vom »Jewish News Syndicate« veröffentlichten Bericht der Zeitpunkt der Auszeichnung. Die Ehrung fiel mit dem israelischen Holocaust-Gedenktag Jom Haschoa zusammen, an dem der sechs Millionen von den Nationalsozialisten ermordeten Juden gedacht wird.

Abu Bakr starb 2023 bei einem Verkehrsunfall in der im Westjordanland befindlichen Region Samaria. Er leitete zuvor die PLO-Kommission für Gefangenenangelegenheiten, die Teil des Pay-for-Slay-Systems war. im

Berlin

Immer mehr Israelis beantragen deutsche Staatsbürgerschaft

Innerhalb weniger Jahre vervierfacht sich die Einbürgerung von Menschen aus dem jüdischen Staat

 15.04.2026

Umfrage

AfD klar stärkste Kraft

Die zumindest in Teilen rechtsextremistische Partei legt erneut zu. Viele Wähler sind unzufrieden mit der Regierung

 15.04.2026

Nahost

USA stoppen erste Schiffe nach Beginn der Blockade gegen Iran

Betroffen sind bisher sechs Frachter und Tanker, die aus iranischen Häfen ausgelaufen waren oder sich der Straße von Hormus näherten

 15.04.2026

Meinung

Wie die UN indirekt den Holocaust relativieren

Die kürzlich angenommene Resolution zur Aufarbeitung des transatlantischen Sklavenhandels ist ein Akt des geschichtspolitischen Revisionismus

von Jacques Abramowicz  15.04.2026

München/Budapest

Europäische Rabbiner gratulieren Magyar zum Wahlsieg in Ungarn

»Das ungarische Volk hat eine klare Entscheidung für Demokratie, für Erneuerung und für ein zukunftsorientiertes Ungarn getroffen«, sagt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt

 15.04.2026

Nahost

Medien: Bombenanschlag in Teheran

In der iranischen Hauptstadt ereignet sich Berichten zufolge erstmals seit Kriegsbeginn ein Anschlag. Zwei Explosionen verletzen drei Menschen

 15.04.2026

Irland

Dublins Bürgermeister entschuldigt sich nach Streit um Herzog Park

Ist die Auseinandersetzung um das nach dem früheren Präsidenten Chaim Herzog benannte Areal damit beendet?

 15.04.2026

Washington D.C.

Trump sieht Krieg mit Iran kurz vor dem Ende

Erneut wirken die Aussagen des amerikanischen Präsidenten widersprüchlich. »Wir sind noch nicht fertig«, sagt er gegenüber dem Kanal »Fox Business«

 15.04.2026

Diplomatie

Prosor kritisiert israelischen Minister wegen Merz-Schelte

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hatte dem Bundeskanzler nach dessen Kritik an der Siedlungspolitik vorgeworfen, Juden vorschreiben zu wollen, wo sie leben sollen

 14.04.2026