In Tel Aviv wird künftig ein eigener Platz an das Schicksal der von der Hamas am 7. Oktober 2023 verschleppten Geiseln erinnern. Mit der Enthüllung der neuen Beschilderung durch Bürgermeister Ron Huldai wird der Platz vor dem Kunstmuseum »Geiselplatz« heißen, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte.
»Die Entscheidung, diesen Ort ›Geiselplatz‹ zu nennen, soll sicherstellen, dass dieses Kapitel in der Geschichte des Staates Israel – vom 7. Oktober 2023 bis zur Rückkehr der letzten Geisel, Ran Gvili, am 26. Januar 2026 – über Generationen hinweg in Erinnerung bleibt.« Ron Huldai, Bürgermeister von Tel Aviv
Kurz nach dem Angriff der Hamas auf Israel war der Platz im Zentrum Tel Avivs Versammlungsort der Angehörigen und Unterstützer der in den Gazastreifen verschleppten Geiseln geworden und hatte inoffiziell bereits den Namen erhalten. Nun übernahm die Stadt den Namen auch offiziell.
Geschichte lasse sich nicht auslöschen, und es dürfe nicht zugelassen werden, dass sie in Vergessenheit gerate, so Huldai bei der Einweihungsfeier. »Die Entscheidung, diesen Ort ›Geiselplatz‹ zu nennen, soll sicherstellen, dass dieses Kapitel in der Geschichte des Staates Israel – vom 7. Oktober 2023 bis zur Rückkehr der letzten Geisel, Ran Gvili, am 26. Januar 2026 – über Generationen hinweg in Erinnerung bleibt.«
»Mutiger Kampf« der Familien gewürdigt
Huldai würdigte den von den Familien angeführten »mutigen und entschlossenen Kampf« für die Befreiung ihrer Angehörigen und bezeichnete es als Privileg für die Stadt, Zentrum dieses Kampfes und der Solidarität gewesen zu sein.
Auf dem Platz hatten während fast drei Jahren Kundgebungen, Gottesdienste, Konzerte und Kunstinstallationen an das Schicksal der über 250 in den Gazastreifen verschleppten Geiseln erinnert.