Washington D.C./Teheran

USA fordern Freilassung von Nobelpreisträgerin Mohammadi

Narges Mohammadi am 9. Februar 2025 Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die USA fordern den Iran auf, die schwer erkrankte iranische Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi sofort aus dem Gefängnis freizulassen. Die inhaftierte 54-Jährige müsse die nötige Behandlung bekommen, die Welt schaue zu, schrieb der im US-Außenministerium für Menschenrechte zuständige Spitzenbeamte Riley Barnes auf der Plattform X.

»Sie befindet sich nun in kritischem Zustand und erhält eine völlig unzureichende medizinische Versorgung«, fügte er hinzu. Am Mittwoch hatten Unterstützer Mohammadis mitgeteilt, sie schwebe »zwischen Leben und Tod«.

»Das iranische Regime hat Mohammadi eingesperrt, weil sie ihre Stimme erhoben hat – weil sie im Namen des iranischen Volkes und seiner Hoffnungen auf ein besseres Leben gesprochen hat«, schrieb Barnes weiter.

Lesen Sie auch

Die Aktivistin war 2023 für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe im Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Sie ist im Zentralgefängnis der Stadt Sandschan im Nordwesten des Irans inhaftiert und wird zurzeit in einem Krankenhaus behandelt. Nach Angaben aus ihrem Umfeld wurde Mohammadi wegen akuter Herzprobleme auf eine Intensivstation verlegt.

Anfang Februar war die Kämpferin für Menschenrechte nach Angaben ihres Anwalts erneut zu mehreren Jahren Haft verurteilt worden - wegen angeblicher Verschwörung und propagandistischer Tätigkeit. Zudem gilt für sie ein zweijähriges Ausreiseverbot. dpa

Kolumbien

Knapper Wahlsieg, dramatischer Kurswechsel?

Der knapp zum kolumbianischen Präsidenten gewählte Abelardo de la Espriella will die Beziehungen zu Israel kitten - doch de la Espriella ist wie sein Vorgänger Gustavo Petro sehr umstritten

von Michael Thaidigsmann  24.06.2026

Berlin

Mahnmal für ermordete Zeugen Jehovas eingeweiht

Eine bronzene Stele am Goldfischteich im Tiergarten soll an die 15.000 Frauen und Männer erinnern, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden

von Linn Manegold  24.06.2026

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  24.06.2026

Kontrolle

IAEA-Chef: Inspektionen im Iran werden kommen

Der Chef der UN-Atomwächter stellt klar: Die Überwachung von Atomanlagen ist Teil des US-iranischen Rahmenabkommens. Doch wann und wie IAEA-Fachleute im Iran tätig werden, bleibt vorerst unklar

 24.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  24.06.2026

Dresden

Sachsen erwägt Verbindungsbüro in Israel

Das sächsische Kabinett stehe seiner Anregung dazu positiv gegenüber, sagt der Beauftragte für jüdisches Leben, Thomas Feist

 24.06.2026

Abu Dhabi

Zugang für IAEA-Inspekteure: Marco Rubio widerspricht Teheraner Regime

Der US-Außenminister spricht auch die Situation in der Straße von Hormus an: »Kein Land darf Gebühren oder Maut für eine internationale Wasserstraße verlangen.«

 24.06.2026

Washington D.C.

US-Senat fordert Ende des Iran-Krieges und stellt sich gegen Trump

Die Resolution wird mit 50 zu 48 Stimmen angenommen. Vier republikanische Senatoren schließen sich fast allen Demokraten an

 24.06.2026

Nahost

Mehr als Tausend Schiffe sitzen im Persischen Golf fest

Die USA und der Iran haben sich nach dreieinhalb Monaten Krieg auf ein Rahmenabkommen geeinigt - doch für viele der im Persischen Golf festsitzenden Schiffe hat der quälende Stillstand kein Ende

 24.06.2026