Washington/Teheran

Bericht: USA und Iran nähern sich Vereinbarung zur Beendigung des Krieges

US-Außenminister Marco Rubio (hier bei einer Pressekonferenz am Montag im Weißen haus) betont die Komplexität der Verhandlungen mit dem Iran. Foto: picture alliance / Sipa USA

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran zeichnet sich nach Angaben aus Regierungskreisen eine mögliche diplomatische Lösung ab. Wie »Axios« berichtet, gehen Vertreter in Washington davon aus, dass beide Seiten kurz vor einer Grundsatzvereinbarung stehen, die den Krieg beenden und den Weg für weitergehende Verhandlungen ebnen könnte.

Kern der Gespräche ist ein auf einer einzigen Seite untergebrachtes, knappes Memorandum, das auf wenigen Punkten basieren soll. Es würde unter anderem eine vorläufige Einstellung der iranischen Urananreicherung, eine schrittweise Lockerung von US-Sanktionen sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder vorsehen. Zudem sollen Beschränkungen für den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus aufgehoben werden.

Nach Darstellung von amerikanischen Regierungsvertretern werden Antworten aus Teheran zu zentralen Streitpunkten in den kommenden Tagen erwartet. Eine Einigung wurde laut »Axios« noch nicht erzielt. Gleichwohl sprechen Insider von der bislang größten Annäherung seit Beginn der militärischen Auseinandersetzung.

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Hinter den Kulissen laufen die Gespräche unter Beteiligung von Gesandten von Donald Trump, darunter Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn des Präsidenten. Diskutiert wird ein Fahrplan, der zunächst eine 30-tägige Verhandlungsphase vorsieht. In dieser Zeit könnten Details zu einem umfassenderen Abkommen ausgearbeitet werden.

Strittig bleibt vor allem die Dauer eines möglichen Moratoriums für die Urananreicherung. Während Washington auf eine langfristige Begrenzung drängt, hat Teheran offenbar deutlich kürzere Fristen vorgeschlagen. Auch Fragen zu internationalen Kontrollen und zum Umgang mit bereits angereichertem Material sind noch offen.

US-Außenminister Marco Rubio betonte die Komplexität der Verhandlungen. »Wir müssen nicht an einem Tag ein fertiges Abkommen haben«, sagte er. Zugleich forderte er eine klare diplomatische Lösung, die festlegt, »über welche Punkte verhandelt werden kann und welche Zugeständnisse beide Seiten gleich am Anfang machen«. im

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