Washington D.C.

Trump stoppt Marineeinsatz in der Straße von Hormus

Präsident Donald Trump am Dienstag (Ortszeit) im Weißen Haus Foto: picture alliance / REUTERS

Die US-Regierung hat ihren jüngst gestarteten Marineeinsatz in der Straße von Hormus vorerst ausgesetzt. Präsident Donald Trump begründete den Schritt mit angeblichen Fortschritten in Gesprächen mit Teheran über ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Konflikts.

Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, die Entscheidung sei auch auf Bitten mehrerer Staaten gefallen. »Auf Grundlage der Bitte Pakistans und anderer Länder … sowie angesichts der Tatsache, dass große Fortschritte auf dem Weg zu einer vollständigen und endgültigen Vereinbarung mit Vertretern des Iran erzielt wurden, haben wir gemeinsam beschlossen, dass das ›Project Freedom‹ für kurze Zeit pausiert wird, um zu sehen, ob das Abkommen finalisiert und unterzeichnet werden kann«, schrieb er. Die bestehende Seeblockade bleibe jedoch vollständig in Kraft.

Der Einsatz, der erst kurz zuvor begonnen hatte, zielte darauf ab, Handelsschiffe durch die strategisch wichtige Meerenge zu eskortieren. Bereits kurz nach dem Start kam es jedoch zu Zwischenfällen: US- und iranische Einheiten lieferten sich Schusswechsel, zudem wurden erstmals seit Verkündung der Waffenruhe wieder Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet.

Sicherung der Handelsrouten

Trotz dieser Eskalation betonte die US-Regierung, die Waffenruhe sei nicht gescheitert. Verteidigungsminister Pete Hegseth bezeichnete den Marineeinsatz als rein defensiv. Ziel sei es gewesen, zivile Schifffahrt vor Angriffen zu schützen.

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Außenminister Marco Rubio hatte zuvor erklärt, die seit Februar laufende militärische Operation gegen den Iran sei abgeschlossen. Im Gegensatz zu Trump hatte er gesagt, künftiger Schwerpunkt seien das »Project Freedom« und die Sicherung der internationalen Handelsrouten. Die Maßnahmen – darunter Sanktionen und die Blockade – hatte er als notwendig verteidigt, zum Schutz der globalen Wirtschaft.

Rubio warnte zugleich vor einer weiteren Eskalation und forderte insbesondere China auf, Einfluss auf Teheran zu nehmen. Anhaltende Angriffe in der Region könnten dazu führen, dass der Iran international weiter isoliert werde.

Drohkulisse bleibt bestehen

Trump selbst ließ offen, ob die USA im Zweifel wieder militärisch eingreifen würden. Gleichzeitig spielte er die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts herunter. Steigende Energiepreise seien ein »kleiner Preis«, wenn dadurch verhindert werde, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelange. Zudem zeigte er sich überzeugt, dass niemand die amerikanische Blockade infrage stellen werde.

Aus dem Iran kamen dagegen ganz andere Töne. Staatsnahe Medien werteten die Aussetzung des Einsatzes als Zeichen dafür, dass Washington seine Ziele nicht erreicht habe. Trump habe das Projekt nach »entschlossenen Positionen und Warnungen« aus Teheran gestoppt, hieß es.

Parallel verschärfte sich die Lage vor Ort weiter: Berichten zufolge wurde ein Frachtschiff in der Straße von Hormus von einem Geschoss getroffen. Details zu Herkunft und Ausmaß des Schadens waren zunächst unklar. im

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