Boulder/Washington D.C.

Brandanschlag auf Solidaritäts-Demo für Hamas-Geiseln: Täter bekennt sich schuldig

Mohamed Sabry Soliman, der mutmaßlicheAngreifer von Boulder, ist wegen Mordes, versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung angeklagt. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Nach dem tödlichen Brandsatz-Angriff auf eine Solidaritäts-Demonstration im US-Bundesstaat Colorado hat sich der Tatverdächtige schuldig bekannt. Zu den Anklagepunkten gehören neben Mord auch versuchter Mord und schwere Körperverletzung. Dem 46-Jährigen droht nun auf staatlicher Ebene lebenslange Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung.

Der Mann hatte am 1. Juni vergangenen Jahres nach Ermittlerangaben zwei Molotowcocktails auf Demonstranten geworfen, die auf israelische Geiseln aufmerksam machen wollten, die sich damals noch in der Gewalt der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen befanden. Bei dem Angriff wurden zahlreiche Menschen verletzt. Die 82-jährige Karen Diamond erlag später ihren Verletzungen.

Zusätzlich zu dem Verfahren des Bundesstaats Colorado laufen gegen den 46-Jährigen separat auf Bundesebene Verfahren wegen Hassverbrechen. Die Staatsanwaltschaft prüft dort nach Angaben seiner Anwälte weiterhin, ob sie die Todesstrafe beantragen will.

Lesen Sie auch

Laut Ermittlern hatte der aus Ägypten stammende Mann die Attacke über längere Zeit vorbereitet und weitere Brandsätze dabeigehabt, die jedoch nicht eingesetzt wurden. Nach Angaben der Behörden hielt er sich illegal in den USA auf. Medienberichten zufolge sagte der Tatverdächtige der Polizei nach seiner Festnahme, er habe niemandem von seinen Plänen erzählt.

Wenige Tage nach dem Angriff nahm die US-Einwanderungsbehörde ICE auch die damalige Ehefrau und fünf Kinder des Tatverdächtigen in Gewahrsam. Gerichte stoppten später mehrfach geplante Abschiebungen der Familie. Nach rund zehn Monaten in Abschiebehaft kamen sie zuletzt wieder frei.

Im Gerichtssaal äußerte sich der 46-Jährige nicht zu den Vorwürfen. Über zwei Dolmetscher bestätigte er lediglich, die Anklagepunkte zu verstehen und sich schuldig zu bekennen. dpa

Eklat in Halle

AfD-Mann Tillschneider will an Anschlags-Gedenken teilnehmen

Aktivisten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland verhinderten, dass der Landtags-Vizepräsident die Synagoge betrat

von André Anchuelo  09.10.2026

Meinung

Nein, Frau Pillay hat den Friedensnobelpreis nicht verdient!

Die Südafrikanerin hat Israel vorverurteilt und Antisemitismus in den Reihen ihrer Kommission nicht ernstgenommen. Ihre Auszeichnung durch das Nobelpreiskomitee ist ein großer Fehler, meint der Direktor von UN Watch

von Hillel Neuer  09.10.2026

Sachsen-Anhalt

Zentralratspräsident Josef Schuster: Tillschneider »verhöhnt die Opfer« von Halle

Der rechtsextreme Politiker hatte am Freitag versucht, am Gedenken für die Opfer des Anschlags von Halle teilzunehmen

 09.10.2026

Oslo

Israel-Kritikerin Navanethem Pillay erhält den Friedensnobelpreis

Für ihren Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen und für das Völkerrecht: Mit dem Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay geehrt

 09.10.2026

Magdeburg

Landtagspräsident Rausch plant außenpolitische Initiativen

Mit Tobias Rausch ist erstmals ein AfD-Politiker zum Präsidenten eines deutschen Landtags gewählt. Während noch über die Hintergründe seiner Wahl diskutiert wird, plant der 35-Jährige bereits außenpolitische Initiativen

 09.10.2026

Sondierungen

Lauterbach gegen Rot-Grün-Rot in Berlin

Karl Lauterbach hält den Antisemitismusvorwurf gegen die Linke in Neukölln für gerechtfertigt. Dennoch warnt er vor einer Gleichsetzung mit der AfD

 09.10.2026

Washington D.C.

Trump: Bis zu den Midterms keine Angriffe auf Iran

Am 3. November wird in den USA gewählt. Medien berichteten über mögliche neue Angriffe gegen den Iran noch vor dem Urnengang. Dem widerspricht der Präsident nun

 09.10.2026

Berlin

Zentralrat der Juden kritisiert Antisemitismus-Papier von Linken, Grünen und SPD

Die mutmaßliche neue Regierung will mit Gremien gegen antisemitische Ausfälle von Abgeordneten der Koalition vorgehen. Den Zentralrat der Juden, die Deutsch-Israelische Gesellschaft und die WerteInitiative überzeugt das nicht

 09.10.2026 Aktualisiert

Nahost

Huthis greifen Flughafen in Riad an

Die Huthi und die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung bekämpfen sich im Jemen weiter. Auch Saudi-Arabien gerät immer wieder selbst in die Schusslinie. Droht eine weitere Eskalation am Golf?

 08.10.2026