Berlin

Merz kritisiert Israels Regierung - über das Schicksal der Geiseln spricht er nicht

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sitzt nach dem ARD-Sommerinterview vor dem Bundestag. Foto: picture alliance/dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat seine Kritik am Vorgehen der Israelis im Gazastreifen bekräftigt. »Mir gefällt, was die israelische Regierung tut, schon seit vielen Wochen nicht mehr«, sagte Merz im ARD-Sommerinterview am Sonntagabend in Berlin.

Die Palästinenser hätten einen Anspruch auf einen Platz, an dem sie leben könnten. Die derzeitige Situation im Gazastreifen sei nicht akzeptabel, sagte er in der Sendung.

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In Gaza werden die Palästinenser von der Terrororganisation Hamas regiert, die Israel erklärtermaßen auslöschen will und seit 2007 alle Kriege mit Israel begann. Den aktuellen Konflikt startete sie mit ihren Massakern im Süden Israels am 7. Oktober 2023. Genau 647 Tage später weigern sich die Terroristen weiterhin, 50 Geiseln freizulassen.

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Israel will die Verschleppten befreien und sicherstellen, dass die Hamas nicht mehr angreifen kann. Die Streitkräfte (IDF) schützen die Bewohner, indem sie Sicherheitszonen einrichten und die Menschen vor bevorstehenden Angriffen gegen den Terror warnen.

Merz hatte zuletzt auf die humanitäre Verpflichtung aller Beteiligten hingewiesen, eine Hungersnot in der Region schnellstmöglich abzuwenden. Er unterstütze alle Bemühungen für eine bessere humanitäre Versorgung der Menschen in Gaza.

Regelrecht ausgehungert werden die israelischen Geiseln der Hamas in den Terror-Tunneln von Gaza. Für die Bevölkerung Gazas ist die Versorgungslage wegen des Terrors der Hamas problematisch. Einer der Gründe dafür: Die Terrororganisation stiehlt ihrer eigenen Bevölkerung Hilfsgüter. kna/ja

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