Washington D.C.

Trump weist iranisches Angebot zurück

Präsident Donald Trump am Samstag vor dem Weißen Haus Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

US-Präsident Donald Trump hat das jüngste iranische Angebot zur Beendigung des Krieges mit scharfen Worten zurückgewiesen. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, die Antwort aus Teheran sei »völlig inakzeptabel!«. Zuvor hatte er Iran bereits vorgeworfen, »Spielchen mit den Vereinigten Staaten und dem Rest der Welt« zu treiben.

Die iranische Regierung hatte ihre Gegenvorschläge laut Staatsmedien über pakistanische Vermittler an Washington übermittelt. Nach Angaben der halb-offiziellen Nachrichtenagentur Tasnim fordert Teheran unter anderem ein Ende der Kämpfe an allen Fronten, die Aufhebung amerikanischer Sanktionen gegen iranische Ölexporte sowie ein Ende der US-Blockade iranischer Häfen. Zudem verlangt das Regime die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte.

Aus iranischen Medienberichten ging hervor, dass die Gespräche derzeit ausschließlich auf eine Einstellung der Kampfhandlungen in der Region ausgerichtet seien. Der staatliche Rundfunk erklärte zudem, Iran sei weiterhin bereit, die Waffenruhe fortzusetzen, falls im Gegenzug die Straße von Hormus wieder geöffnet und Verhandlungen über ein Ende des Krieges vorangetrieben würden.

Verbliebene Bestände

Trump ließ offen, welche Teile des iranischen Angebots er konkret ablehnt. Er machte jedoch deutlich, dass Washington weiterhin verhindern wolle, dass Iran jemals in den Besitz von Atomwaffen gelangt. In einem Interview der Sendung »Full Measure« sagte Trump, die USA überwachten weiterhin die verbliebenen Bestände hoch angereicherten Urans in Iran. »Wir werden das irgendwann bekommen«, erklärte er. Sollten sich Unbefugte den Anlagen nähern, »werden wir es wissen und sie bombardieren«.

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Der Krieg hatte Ende Februar mit gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf iranische Ziele begonnen. Washington begründete den Einsatz unter anderem mit dem iranischen Atomprogramm, Raketenentwicklungen sowie der Unterstützung regionaler Stellvertretergruppen wie der Hisbollah und der Hamas. Der Iran reagierte unter anderem mit Angriffen auf Israel und verbündete arabische Staaten sowie mit der Sperrung der Straße von Hormus.

Zwar hatte Trump im vergangenen Monat eine unbefristete Waffenruhe verkündet und dem Kongress erklärt, die Kampfhandlungen seien beendet worden. Inzwischen räumte er jedoch ein, dass die militärische Auseinandersetzung faktisch weitergehe. »Iran ist besiegt, aber das bedeutet nicht, dass sie fertig sind«, sagte der Präsident.

Umfassendere Verhandlungen

Nach Angaben iranischer Vertreter arbeiten beide Seiten derzeit an einer zeitlich begrenzten Vereinbarung, die die Kämpfe zunächst für weitere 30 Tage aussetzen soll. Während dieser Phase könnten umfassendere Verhandlungen geführt werden. Die jüngsten Zwischenfälle im Persischen Golf zeigen allerdings, wie fragil die Waffenruhe bleibt. Mehrere Golfstaaten meldeten zuletzt erneut iranische Drohnenangriffe.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte parallel in einem CBS-Interview erklärt, der Konflikt mit Iran sei »nicht vorbei«. Aus seiner Sicht müsse Iran weiterhin sein angereichertes Uran aufgeben. im

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