Teheran

Iran droht USA im Falle von weiteren Angriffen mit Vergeltung

Mitglieder der Revolutionsgarden bei einem Aufmarsch in Teheran Anfang Januar Foto: picture alliance / Anadolu

Der Iran droht den USA im Falle von weiteren Angriffen auf iranische Handelsschiffe im Persischen Golf mit Vergeltung. Jeder Angriff auf iranische Schiffe werde eine massive Attacke auf eines der US-Zentren in der Region und feindliche Schiffe nach sich ziehen, warnten die iranischen Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - laut Staatsmedien am Abend.

Ob der Iran die von US-Präsident Donald Trump erwartete Antwort auf einen US-Friedensvorschlag mittlerweile übergeben hat, ist indes unbekannt. Weder die iranische Seite noch die US-Regierung äußerten sich bislang dazu. 

Am Freitag hatte das US-Militär trotz Waffenruhe zwei unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Sie hatten laut US-Armee versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen und damit die Seeblockade der USA zu brechen. 

Die Revolutionsgarden erklärten weiter, es würden keine Bedrohungen gegen ihre Schiffe oder Störungen ihrer Ölexporte und Handelsrouten geduldet. Die Handelsflotte werde geschützt.

Iran lässt USA offenbar warten

Eine Antwort auf den US-Vorschlag für ein Ende des Kriegs schien der Iran weiter schuldig zu bleiben - zumindest wurde dazu öffentlich nichts bekannt. US-Präsident Donald Trump und seine Regierung waren eigenen Worten zufolge davon ausgegangen, bis Freitag eine Antwort zu bekommen.

Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. Dabei handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.

Diplomatie läuft auf Hochtouren

Die diplomatischen Bemühungen laufen auf Hochtouren weiter. Am Samstag trafen sich US-Außenminister Marco Rubio und der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff, mit dem katarischen Ministerpräsidenten Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, um eine Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs zu erreichen, wie das Portal »Axios« unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen mitteilte. Das Weiße Haus halte Katar für besonders effektiv in Verhandlungen mit Iran, hieß es weiter. Pakistan vermittelt im Iran-Krieg offiziell, Katar agiert eher im Hintergrund.

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Seit gut einem Monat gilt eine Waffenruhe im Iran-Krieg. Die militärischen Spannungen sind jedoch nach wie vor beträchtlich. Gespräche der Konfliktparteien unter der Vermittlung Pakistans könnten laut »Wall Street Journal« in der kommenden Woche erneut in Islamabad stattfinden. Zuletzt waren Pläne für weitere Gesprächsrunden in der pakistanischen Hauptstadt mehrmals gescheitert. dpa/ja

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