Stuttgart/Ulm

Antrags-Scharmützel im Prozess um Angriff auf israelische Rüstungsfirma

Oberlandesgericht Prozessgebäude Stammheim, Stuttgart Foto: picture alliance / Joko

Jubelrufe und Kanon-Gesang für die Angeklagten, Streit um die Sitzordnung: Im Prozess um den Angriff auf ein israelisches Rüstungsunternehmen in Ulm ist es immer noch nicht zur Verlesung der Anklage gekommen. Am zweiten Verhandlungstag in Stuttgart-Stammheim monierten die Verteidiger erneut, dass die Angeklagten hinter Sicherheitsglas sitzen müssen und damit eine vertrauliche Kommunikation nicht möglich sei.

Die Verteidiger wollten zahlreiche Anträge stellen, die Richterin erteilte ihnen aber nicht das Wort. Israelfeindliche Aktivisten klatschten beim Einzug der Angeklagten in den streng gesicherten Gerichtssaal und sangen einen Kanon.

Lesen Sie auch

Fünf Aktivisten stehen vor Gericht. Sie sollen nachts in die Firma in Ulm eingebrochen sein und dort Inventar in hohem Wert zerstört haben.

Den irischen, britischen, spanischen und deutschen Staatsangehörigen zwischen 25 und 40 Jahren wird Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen vorgeworfen.

Auch in anderen europäischen Staaten, darunter in Großbritannien, wurden Elbit-Standorte oder Partnerfirmen von antiisraelischen Aktivisten angegriffen. Es kam zu gewalttätigen Protesten gegen das Unternehmen. Ein britisches Gericht verhandelte Ende April auch gegen einen Teilnehmer, der eine Polizistin mit einem Vorschlaghammer schwer verletzte. dpa/ja

Brüssel

EU beschließt Sanktionen gegen Israel

Die Europäische Union hat eine politische Einigung für Strafmaßnahmen gegen israelische Siedler erzielt

von Michael Thaidigsmann  11.05.2026 Aktualisiert

Iran-Krieg

440 Kilo Uran: Zentraler Streitpunkt mit dem Iran

Es dürfte tief unter der Erde in zwei Atomanlagen lagern. Der Verbleib des hoch angereicherten Urans bleibt Hauptkonflikt mit Teheran

 11.05.2026

Wien

Eurovision-Fans werfen EBU unfairen Umgang mit Israel vor

Der Hintergrund ist diesmal eine Werbekampagne der israelischen Rundfunkanstalt KAN für den Sänger Noam Bettan und dessen Beitrag »Michelle«

 11.05.2026

Berlin

Jüdische Gemeinde übt massive Kritik an Antisemitismus-Papier der Linken

Der Gemeinde-Vorsitzende Gideon Joffe bezeichnet das Konzept der Partei als »feige« und spricht von einem »Feigenblatt«

 11.05.2026

Brandenburg

Rechtsextremistische AfD gewinnt erstmals bei Bürgermeisterwahl

In Zehdenick zieht der AfD-Kandidat René Stadtkewitz mit deutlichem Vorsprung ins Rathaus ein. Für seine Partei ist es der erste Sieg bei einer Bürgermeisterwahl in diesem Bundesland

 11.05.2026

Nahost

Drohnenangriffe in Golfstaaten verschärfen Spannungen mit Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Kuwait melden Drohnenattacken, Süd-Korea einen Angriff auf ein ziviles Schiff in der Straße von Hormus

 11.05.2026

Washington D.C.

Trump weist iranisches Angebot zurück

Die Antwort des Teheraner Regimes auf einen Vorschlag der USA sei »völlig inakzeptabel!«, schreibt der amerikanische Präsident

 11.05.2026

Teheran

Iran: Antwort auf US-Vorschlag an Pakistan übermittelt

Zurzeit gilt eine fragile Waffenruhe im Iran-Krieg. Die USA haben einen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts gemacht. Die Antwort soll nun vorliegen

 10.05.2026

Naher Osten

Erneut iranische Angriffe auf Golfstaaten

Aus Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar werden Attacken des iranischen Regimes gemeldet. Offiziell gilt eine Waffenruhe in dem Konflikt

 10.05.2026