Angriffe gegen Mullah-Regime

Merz: Israel macht im Iran »die Drecksarbeit für uns alle«

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Rande des G7-Gipfels in Kanada Israels Angriffe gegen das Mullah-Regime im Iran gelobt. »Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle«, sagte er im ZDF. »Ich kann nur sagen, größten Respekt davor, dass die israelische Armee, die israelische Staatsführung den Mut dazu gehabt hat, das zu machen«, so Merz weiter.

»Wir hätten sonst möglicherweise Monate und Jahre weiter diesen Terror dieses Regimes gesehen und dann möglicherweise noch mit einer Atomwaffe in der Hand.« Merz verwies dabei auch auf iranische Drohnenlieferungen für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

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Zur Frage der Zukunft des iranischen Atomprogramms nach den Angriffen sagte Merz dem ZDF, dass dieses seiner Annahme zufolge bereits durch die bisherigen israelischen Angriffe weitgehend beendet sei oder zumindest nicht einfach so weit fortgesetzt werden könne. Abzuwarten sei allerdings noch, was mit der letzten, tief verbunkerten Anreicherungsanlage, sei. »Da wird sich möglicherweise erst in einigen Tagen Wochen herausstellen, wie weit die Zerstörungen da reichen«, sagte er.

Kanzler hofft auf Ende des Mullah-Regimes

Der Bundeskanzler sagte in einem anderen Interview mit der ARD, dass er auf ein baldiges Ende des Mullah-Regimes im Iran hofft: »Wir haben es hier mit einem Terrorregime zu tun, nach innen wie nach außen. Es wäre gut, wenn dieses Regime an sein Ende käme.« Zugleich bot er Teilen der Regierung in Teheran die Rückkehr an den Verhandlungstisch an. 

»Es gibt immer noch die Möglichkeit für den Teil der Regierung im Iran, der noch handlungsfähig ist, (...) zurückzukehren an den Verhandlungstisch und Gespräche zu führen. Das Angebot steht«, sagte Merz. Die Entscheidung darüber liege bei der Regierung in Teheran. »Und wenn sie nicht bereit ist, die Gespräche aufzunehmen, dann wird Israel den Weg zu Ende gehen.« 

Merz: US-Regierung berät wohl über bunkerbrechende Waffen

Der Kanzler sagte, er vermute, dass in der US-Regierung derzeit über den Einsatz bunkerbrechender US-Waffen im Iran beraten werde. »Ob die amerikanische Regierung sich dazu entschließt, das zu tun, vermag ich im Augenblick nicht zu sagen.« Eine Entscheidung in dieser Frage sei offensichtlich noch nicht gefallen. Die G7-Runde besteht aus den USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan. Zudem ist die EU mit dabei.

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