Mittelmeer

Gaza-Flottille legt ungeplant auf Kreta an

Boote der Flottille warten in Neapel darauf, in See zu stechen. Foto: picture alliance / abaca

Rund 30 Boote der sogenannten »Global Sumud Flotilla« sind im Hafen von Ierapetra im Südosten Kretas eingetroffen. Zuvor hatten die Organisatoren auf Anfrage der dpa mitgeteilt, die Flottille habe sichere Gewässer erreicht und formiere sich derzeit neu. Sie sei vollständig bereit, ihre Reise fortzusetzen, »um die illegale Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen«, hieß es.

Auch Daten eines Online-Trackers der Initiatoren der Flottille sowie des Schiffsverfolgungssystems Marine Traffic zeigen, dass Teile des Bootsverbands in die Bucht von Ierapetra eingelaufen sind. Wie lange die Aktivistenflotte in Ierapetra bleiben wird, war zunächst unklar.

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Israels Außenministerium sagte unterdessen, dass zwei der Aktivisten zu Befragungen nach Israel gebracht würden. Ein Mann werde verdächtigt, Verbindungen zu einer Terrororganisation zu haben. Einem weiterem warf das Außenministerium illegale Aktivitäten vor. Details zu den Anschuldigungen wurden in beiden Fällen zunächst nicht genannt. Auch wie genau beide nach Israel gebracht werden sollen, blieb vorerst offen.

Die israelische Marine hatte in der Nacht zum Donnerstag mehr als 20 Schiffe der »Global Sumud Flotilla« abgefangen und nach eigenen Angaben 175 Menschen festgenommen. Griechenland erklärte sich bereit, die von der israelischen Marine festgenommenen Personen aufzunehmen und ihre Rückreise in die Herkunftsländer zu ermöglichen. Wie griechische Medien übereinstimmend berichteten, seien diese Menschen am Freitag zum kleinen Hafen von Atherinolakos im äußersten Südosten Kretas gebracht worden. Sie sollten danach in die kretische Hafenstadt Heraklion reisen. dpa/ja

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