Nahost

Israel zerstört größten bekannten Terror-Tunnel im Süden des Libanon

Der Tunnel der Hisbollah enthielt zahlreiche Schlafsäle und andere Räume. Foto: Israelische Streitkräfte (IDF)

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben ein umfangreiches unterirdisches Tunnelsystem der Hisbollah im Süden des Libanon zerstört. Die Anlage nahe der Ortschaft Qantara gilt laut Militär als das bislang größte entdeckte Tunnelnetzwerk der Terrororganisation in diesem Gebiet.

Die Sprengung erfolgte laut israelischen Medien wie »Ynet« nach einer vorherigen Warnung an Bewohner entlang der Nordgrenze Israels. Die Explosion war demnach in weiten Teilen der Grenzregion bis in die Golanhöhen zu hören.

Die Streitkräfte (IDF) teilten mit, das Tunnelnetz sei rund zwei Kilometer lang gewesen und habe sich unter mehreren Ortschaften verzweigt. Es bot nach Einschätzung des Militärs Platz für Tausende Kämpfer sowie Waffenlager und Kommunikationsinfrastruktur.

Mögliche Erschütterungen

Nach israelischen Angaben war die Anlage Teil einer größeren Infrastruktur, die auch mit Unterstützung aus dem Iran aufgebaut worden sein soll. Ziel sei gewesen, im Konfliktfall eine schnelle militärische Offensive gegen Nordisrael vorzubereiten.

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Vor der Sprengung wurden auch mehrere israelische Gemeinden angewiesen, sich auf die Explosion vorzubereiten. Bewohner sollten sich von Fenstern fernhalten oder diese teilweise öffnen, um Schäden durch die Druckwelle zu verringern. In einigen Orten wurde auch vor möglichen Erschütterungen gewarnt.

Die Regionalverwaltung sprach davon, dass die Detonation »im gesamten Galiläa und sogar auf den Golanhöhen zu hören sein könnte«.

Drohnen abgefangen

Das Tunnel-Konzept ist bereits von der ebenfalls vom iranischen Regime finanzierten Terrororganisation Hamas in Gaza bekannt. Dort bewegten und versteckten sich Terroristen. Sie hielten dort israelische Geiseln gefangen, folterten, missbrauchten und ermordeten sie. Auch wurden die Hamas-Tunnel am 7. Oktober 2023 von den Terroristen für die Massaker in Israel genutzt.

Parallel zur Zerstörung des Tunnels kam es im Grenzgebiet weiterhin zu Gefechten. Nach Angaben des Militärs wurden mehrere Drohnen abgefangen, die aus dem Libanon in Richtung israelischer Truppen gestartet worden seien. Einige Geräte seien in der Nähe von Stellungen detoniert, Verletzte habe es jedoch nicht gegeben.

Auch auf israelischer Seite wurden Abwehrsysteme aktiviert, nachdem verdächtige Flugobjekte im Grenzraum identifiziert worden waren. im

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