Nord-Israel

Wegen Hisbollah-Angriffen: Beschränkungen im Norden wieder eingeführt

Eine israelische Familie am Freitag in Nord-Israel

Wegen anhaltender Angriffe der Terrororganisation Hisbollah hat Israel im Norden des Landes erneut Sicherheitsbeschränkungen eingeführt. Nach neun Tagen ohne landesweite Auflagen gelten in mehreren Orten nahe der libanesischen Grenze wieder strengere Regeln für Versammlungen.

Das Heimatschutzkommando der Armee teilte mit, dass Zusammenkünfte in Grenzgemeinden sowie in Meron, Bar Yochai, Or HaGanuz und Safsufa vorerst auf maximal 1500 Teilnehmer begrenzt werden. Die Maßnahmen sollen zunächst bis heute Abend gelten, anschließend ist eine neue Lagebewertung vorgesehen.

Kurz darauf gab das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekannt, dass die traditionelle Hauptveranstaltung zum Lag-BaOmer-Fest auf dem Berg Meron in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden wird.

Sicherheitslage als Begründung

Statt der sonst üblichen Massenpilgerfahrt mit Hunderttausenden ultraorthodoxen Teilnehmern soll die sogenannte Hillula zu Ehren von Rabbi Shimon bar Yochai nur in begrenztem und symbolischem Rahmen abgehalten werden. Details dazu sollen später festgelegt werden.

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In einem Schreiben aus dem Büro des Regierungschefs heißt es, Hintergrund seien Sorgen vor einem Ereignis mit vielen Opfern. Verwiesen wurde auf die fragile Waffenruhe mit dem Libanon, die Nähe des Wallfahrtsortes zur Grenze, Raketenbeschuss in der Region sowie mögliche Schwierigkeiten bei einer schnellen Evakuierung großer Menschenmengen.

Lag BaOmer beginnt in diesem Jahr am Abend des 4. Mai und dauert bis zum folgenden Tag. Die Feiern auf dem Berg Meron gelten als eines der größten religiösen Ereignisse Israels.

Der Ort ist jedoch seit Jahren mit Sicherheitsfragen verbunden. Bereits in Friedenszeiten sorgen die enormen Menschenmassen regelmäßig für Risiken. 2021 kamen dort bei einer Massenpanik 45 Menschen ums Leben – das schwerste zivile Unglück in der Geschichte Israels. im

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