Krieg

Iran lehnt Waffenstillstand mit Israel und den USA ab

Modschtaba Chamenei ist der »Oberste Führer« des Iran. Foto: picture alliance / Newscom

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Iran lehnt Waffenstillstand mit Israel und den USA ab

Die Hintergründe

 06.04.2026 20:45 Uhr

Der Iran hat einen Waffenstillstand im Krieg gegen die USA und Israel abgelehnt und stattdessen unter anderem ein dauerhaftes Kriegsende gefordert. Das berichtete der Staatssender Irib.

Demnach hat Teheran Vermittlern ein zehn Punkte umfassendes Forderungspapier übergeben. Teheran lehne darin einen Waffenstillstand unter Verweis auf »frühere Erfahrungen« ab - damit ist womöglich gemeint, dass sowohl die aktuellen Angriffe der USA und Israels als auch der Zwölf-Tage-Krieg im vergangenen Jahr begannen, obwohl Teheran weitere Verhandlungen mit Washington erwartet hatte.

Das Papier wiederholt demnach bekannte Positionen Irans: Der Iran fordert etwa eine dauerhafte Beendigung des Krieges, Kriegsreparationen zum Wiederaufbau sowie die vollständige Aufhebung von Wirtschaftssanktionen gegen das Land.

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Zudem verlangt Teheran ein verbindliches Protokoll zum Schiffsverkehr in der Straße von Hormus. Das Land hatte in den vergangenen Wochen deutlich gemacht, dass es die Kontrolle über die Passage beansprucht und ein Mautsystem für die Durchfahrt plant.

Aus pakistanischen Geheimdienstkreisen hatte es zuvor am Montag geheißen, man habe den USA und dem Iran einen Plan für eine 45-tägige Waffenruhe vorgelegt, in deren Rahmen Friedensgespräche geführt und ein endgültiges Abkommen vorgeschlagen werden solle.

In den Kontakten über Nacht hätten die USA darauf bestanden, dass der Iran vor der Verkündung einer Waffenruhe die Straße von Hormus öffne. Diese Bedingung wiederum habe Teheran zurückgewiesen. 

US-Präsident Donald Trump hatte Teheran ein Ultimatum gesetzt, den Schiffsverkehr durch die wichtige Meerenge freizugeben, das in der Nacht zum Mittwoch MESZ abläuft. dpa/ja

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