Berlin

Michael Lüders provoziert mit Israel-Anstecker in Wassermelonen-Farben

Michael Lüders (BSW) mit israelfeindlichem Anstecker bei der RBB-»Wahlarena« Foto: picture alliance/dpa

Einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), Michael Lüders, hat am Mittwoch während der RBB-Sendung »Wahlarena« im Vorfeld der Berliner Wahl zum Abgeordnetenhaus einen israelfeindlichen Anstecker getragen. Es handelte sich um den Umriss Israels, des Westjordanlandes und Gazas in den Farben der palästinensischen Flagge sowie im Look einer Wassermelone.

In der Sendung wurde Lüders gefragt, was er damit ausdrücken wolle. Zunächst antwortete er schnippisch, er möge eben gern Wassermelonen. Dann sagte er, er kenne den Nahen Osten, da er dort gelebt habe.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

BSW-Kandidat Lüders erklärte in der Sendung: »Wir haben die Situation, dass Israel ein Land ist, das seine Grenzen nie definiert hat.« Israelische Politiker wie Moshe Dayan hätten offen gesagt, sie wüssten nicht, wo die israelischen Grenzen liegen würden.

Dabei hatte Dayan 1973 erklärt, dass Israel nach dem Sechs-Tage-Krieg Grenzen brauche, mit denen die Sicherheit des Landes garantiert würde. Dazu zählten aus Sicht des Generals die Golanhöhen, die 1981 von Israel annektiert wurden, und eine zwischen Israel und Ägypten aufgeteilte Sinai-Halbinsel. Letztere wurde 1982 vollständig an Ägypten abgetreten.

Lesen Sie auch

Verfassungsschutz sieht Anstecker als extremistisches Erkennungszeichen

Das Bundesamt für Verfassungsschutz listet Wassermelonen-Anstecker in den Umrissen des Staates Israels als Erkennungszeichen des »säkularen pro-palästinensischen Extremismus«. Den Verfassungsschützern zufolge werde damit Israels das Existenzrecht abgesprochen.

Vertreter des BSW haben sich in den vergangenen Wochen mehrfach israelfeindlich geäußert. So sagte Claudia Wittig, die als Spitzenkandidatin für die Partei in Sachsen-Anhalt kandidiert hatte, nach der Wahl, dass der nächste Ministerpräsident des Landes niemand sein dürfe, der »irgendwelche zionistischen Projekte unterstützt«. ja

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 02.11.2026

Berlin

SPD nominiert Michel Friedman für Bundesversammlung

Der Publizist darf damit über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier abstimmen

 02.11.2026

Frankfurt am Main

»Zeit ist’s!«

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach zur Eröffnung der Jüdischen Akademie in der Mainmetropole. Wir dokumentieren seine Rede

von Frank-Walter Steinmeier  02.11.2026

Berlin

Koalitionsverhandlungen für Rot-Grün-Rot beginnen

Sechs Wochen nach der Wahl starten Linke, Grüne und SPD in Berlin ihre Koalitionsverhandlungen. Viele Fragen sind noch offen – und Scheitern ist jederzeit möglich.

 02.11.2026

Jugendproteste

Prien: Bei Krawallen nach »Gen Z«-Protesten die Realität betrachten

Die Jugendministerin Prien spricht von »weitestgehend friedlichen Demonstrationen« am Samstag. Was danach geschah, nennt sie »Gewaltexzesse von linksradikalen Gruppen«. Es seien wohl auch Menschen »aus migrantischen Milieus« beteiligt gewesen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Endlich nimmt ein Verwaltungsgericht die Einschüchterung jüdischer Studierender ernst

Ein Kommentar

von Annabelle Ganapol  02.11.2026

Baustelle der Jüdischen Akademie an einer Straße in Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Jüdische Akademie öffnet in Frankfurt

Es soll ein Ort des Diskurses und der Begegnung sein: In Frankfurt wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet

 02.11.2026

Robert F. Kennedy Jr. spricht an einem Rednerpult vor einer Wand mit dem Schriftzug MAHA

USA

Kennedy verteidigt Rede über Araber und lobt Juden

Der US-Gesundheitsminister weist Rassismusvorwürfe zurück und fragt, warum die Welt Juden hasse und Islamisten umarme

 01.11.2026