In Italien sorgt ein neuer Fall von antisemitischer Gewalt für Empörung: Beim Warten auf einen Bus ist in der Großstadt Mailand ein Rabbiner von drei Männern angegriffen und verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen sind die Täter arabischer Herkunft.
Die Polizei hat die mutmaßlichen Angreifer des 60 Jahre alten Geistlichen bereits identifiziert. In Italien kam es in den vergangenen Monaten mehrfach zu Angriffen auf Menschen jüdischen Glaubens.
Der Vorsteher der Jüdischen Gemeinde von Mailand, Walker Meghnagi, sagte zu dem Überfall: »So etwas Gewalttätiges ist noch nie vorgekommen. Sie haben ihn getreten und geschlagen, ihm den Hut vom Kopf gerissen, ihn angespuckt.« Anschließend seien die drei Männer weggerannt.
Der Rabbiner erstattete Anzeige. Nach der Tat soll er die flüchtigen Angreifer fotografiert haben. Anhand der Fotos hätten die mutmaßlichen Täter schnell ausfindig gemacht werden können, hieß es. Festnahmen gab es zunächst keine. Der Angriff wurde über die Parteigrenzen hinweg verurteilt. dpa