Kriegsverbrechen

Iran greift Großraum Tel Aviv erneut mit Streumunition an

Die israelische Raketenabwehr hat eine aus dem Libanon anfliegende Terror-Rakete im Visier.
Das israelische Nachrichtenportal »ynet« berichtete von rund 20 Einschlagsorten im Umkreis von Tel Aviv. Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Bei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv am Morgen (Ortszeit) hat der Iran nach israelischen Medienberichten erneut Streumunition eingesetzt. Das israelische Nachrichtenportal »ynet« berichtete von rund 20 Einschlagsorten im Umkreis von Tel Aviv.

Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mehrere Menschen verletzt, darunter eine Frau schwer. In der Stadt Tel Aviv sei eine Schule getroffen worden. Auch ein Armeesprecher sagte, es handele sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Streumunition.

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Auch im Norden habe es im Umkreis der Hafenstadt Haifa nach einem iranischen Angriff mit Streumunition rund zehn Einschlagsorte gegeben, berichtete »ynet«. Mehrere Autos seien in Brand geraten. In der Nacht waren in Haifa zwei Menschen tot aus einem Gebäude geborgen worden. Dieses war bei einem früheren Angriff von einer iranischen Rakete getroffen worden.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe mit Streumunition auf israelische Städte zuletzt verurteilt. Diese könnten auch Kriegsverbrechen darstellen, hieß es in dem Bericht. 

»Der Einsatz von Streumunition durch den Iran in dicht besiedelten Gebieten in Israel stellt eine vorhersehbare und langfristige Gefahr für Zivilisten dar«, sagte Patrick Thompson, Forscher für Krisen, Konflikte und Waffen bei Human Rights Watch. »Die Submunitionen von Streubomben werden über ein weites Gebiet verstreut, wodurch sie rechtswidrig unterschiedslos wirken und gegen das Kriegsvölkerrecht verstoßen.«. dpa

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