Investition

Finanzierung für Stadtbahn im Norden steht

Ein Nahverkehrszug an der Mittelmeerküste bei Haifa Foto: picture alliance / Ingo Wagner

Das geplante Stadtbahnprojekt »Nofit«, das Haifa mit Nazareth verbinden soll, hat eine entscheidende finanzielle Hürde genommen. Ein Konsortium israelischer Banken unter Führung des Geldinstituts Leumi unterzeichnete nach einem Bericht des Jewish News Syndicate (JNS) eine Finanzierungsvereinbarung im Umfang von 9,6 Milliarden Schekel (rund 2,7 Milliarden Euro) für Bau und Betrieb der neuen Strecke.

Die Stadtbahn soll die wichtigsten Ballungsräume im Norden Israels miteinander verbinden. Vorgesehen ist eine Verbindung zwischen Haifa, der Region Krayot sowie Nof HaGalil und Nazareth. Das staatliche Infrastrukturunternehmen Trans Israel war bereits 2024 mit der Umsetzung des Vorhabens beauftragt worden.

Nach den Planungen wird die Strecke laut JNS rund 41 Kilometer lang sein und 20 Haltestellen umfassen. Darüber hinaus sind Umsteigeterminals sowie Park-and-Ride-Anlagen vorgesehen, um den öffentlichen Nahverkehr besser mit dem Individualverkehr zu verknüpfen.

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Auf der neuen Linie sollen mehr als 30 elektrische Stadtbahnzüge verkehren. Die Fahrzeuge sollen Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde erreichen und – je nach Tageszeit – im Abstand von vier bis zehn Minuten fahren. Nach Angaben der Projektverantwortlichen kommt dabei moderne, umweltfreundliche Antriebstechnik zum Einsatz.

Den Planungen zufolge werden täglich rund 100.000 Fahrgäste die neue Verbindung nutzen, um zur Arbeit, zur Schule oder zu anderen Zielen in der Region zu gelangen.

Die Finanzierung erfolgt gemeinsam mit den Unternehmen Electra, Minrav und Alstom, die den Zuschlag für Planung und Bau erhalten hatten. Wegen des anhaltenden Krieges hatte sich der Baubeginn um etwa ein Jahr verzögert. Nach der aktualisierten Planung soll die Stadtbahn nun im Jahr 2029 den Betrieb aufnehmen. im

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