Washington D.C.

Demokraten kritisieren Trump nach Tod von US-Soldaten scharf

Senator Mark Warner Foto: picture alliance / AP Photo/Jose Luis Magana

Demokratische Mitglieder des US-Kongresses haben nach dem Tod zweier weiterer Soldaten ihres Landes scharfe Kritik an der Kriegsführung von Präsident Donald Trump im Iran geübt. Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Mark Warner, sagte dem Sender CBS News, es sei in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, dass die USA nicht mehr Todesopfer zu beklagen hätten.

»Wir haben buchstäblich Hunderte Schwerverletzte«, betonte er und verwies dann auf die 16 bislang im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten. Das passiere, »wenn man einen Krieg aus eigener Entscheidung beginnt«.

Als stellvertretender Vorsitzender des Geheimdienstausschusses gehört er dem kleinen Kreis hochrangiger Kongressmitgliedern an, der sogenannten »Gang of Eight«, auf die die US-Regierung Briefings zu Geheimdienstangelegenheiten in bestimmten Situationen beschränken kann. Er könne eindeutig sagen, dass »keine unmittelbare Bedrohung durch den Iran bestand«, betonte Warner und warf Trump vor, den Krieg ohne Plan begonnen zu haben.

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Bereits am Samstag, als das US-Militär erstmals seit März wieder den Tod von zwei seiner Soldaten infolge von iranischem Beschuss meldete, hatten mehrere Demokraten mit Kritik an Trump reagiert. »Das ist der Preis für Präsident Trumps unnötigen Krieg«, schrieb Nikki Budzinski, Abgeordnete im Repräsentantenhaus, auf der Plattform X. Ihr Parteikollege Herbert Conaway forderte Trump auf, den Krieg zu beenden. »Genug ist genug«, schrieb er auf X.

Trump wiederum verteidigte den Krieg, den die USA gemeinsam mit Israel Ende Februar begonnen hatten, am Samstag (US-Ortszeit). »Haben Sie sich jemals gefragt, wie viele Menschen in Vietnam gestorben sind? Haben Sie sich jemals gefragt, wie viele Menschen an einem einzigen Tag in Afghanistan gestorben sind?«, zitierte ihn das Boulevardblatt »New York Post« aus einem Telefoninterview. Trump bezeichnete den Tod der Soldaten demnach als »Schande« und betonte, dass die Soldaten gestorben seien, weil sie nicht wollten, dass der Iran eine Atomwaffe besitze. dpa

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