Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Der ehemalige Buchenwald-Häftling Boris Romantschenko, der 2022 durch einen russischen Angriff getötet wurde. Nun braucht sein Urenkel Kyryl Hilfe Foto: imago

Die Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko. Der Urenkel des ehemaligen Buchenwald-Häftlings Boris Romantschenko sei nach Angaben der Gedenkstätte vor wenigen Tagen bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Café in Charkiw schwer an den Beinen verletzt worden.

Der 18-jährige Student benötige dringend medizinische Behandlung und Unterstützung auf dem Weg der Genesung, teilte ein Stiftungssprecher am Freitag in Weimar mit.

Lesen Sie auch

Das Internationale Komitee Buchenwald-Dora und Kommandos (IKBD) und die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora erklärten gemeinsam, Boris Romantschenko habe sich über Jahrzehnte dafür eingesetzt, dass die Erfahrungen der Verfolgten nicht vergessen werden. Die gesamte Familie Romantschenko sei der Erinnerungsarbeit seit vielen Jahren eng verbunden.

Diese Verbundenheit dürfe sich nicht auf Gedenktage beschränken, sondern müsse sich dann bewähren, wenn Hilfe gebraucht werde.

Auch Boris Romantschenko starb durch einen russischen Angriff

Auch Boris Romantschenko wurde Opfer des russischen Angriffskrieges. Der Holocaust-Überlebende ist am 18. März 2022 im Alter von 96 Jahren bei der Bombardierung seines Wohnhauses in Charkiw getötet worden. Seine Enkelin Julia führt sein Engagement heute als ukrainische Vizepräsidentin des IKBD fort.

Boris Romantschenko überlebte die Konzentrationslager Buchenwald, Peenemünde, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen. Als Vizepräsident des IKBD für die Ukraine setzte er sich jahrzehntelang für die Erinnerung an die NS-Verbrechen ein. 2015 verlas er bei der Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung auf dem ehemaligen Appellplatz den Schwur von Buchenwald. epd

Jerusalem Post

Neue Rangliste: 109 jüdische Influencer teilen sich 50 Plätze

Zwei Altbekannte schaffen es in 2026 an die Spitze der alljährlich im September veröffentlichten Rangliste

von Michael Thaidigsmann  18.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken

von Leticia Witte  17.09.2026

Hilfe in Zeiten des Krieges

Wie geht es Juden in der umkämpften Ukraine und im angrenzenden Rumänien? Unser Autor begleitete eine ZWST-Delegation auf ihrer Reise nach Czernowitz und Suceava

von Michael Thaidigsmann  17.09.2026

Der jüdische Kardinal

Den einen zu jüdisch, den anderen zu katholisch: Heute vor 100 Jahren wurde Aron Jean-Marie Lustiger geboren

von Andrea Krogmann  16.09.2026

Judenhass

»Während er mir in den Kopf schneidet, sagt er: ›Die Juden erschießen Kinder‹«

Eine neue Dokumentation enthüllt ein erschreckendes Ausmaß an Antisemitismus im britischen Gesundheitssystem

 16.09.2026

Paris

Französische Rock-Ikone Catherine Ringer gestorben

Sie war die berühmte Stimme des legendären Duos Rita Mitsouko. Mit Hits wie »Marcia Baïla« wurde Catherine Ringer zur Ikone des französischen Rocks. Nun ist sie im Alter von 68 Jahren gestorben

 16.09.2026