Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Staatsanwaltschaft geht von Judenhass aus

Der Täter warf mehrere mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte Beutel gegen einen Nebeneingang der Synagoge und setzte diese in Brand. Foto: Sophie Künnecke

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Staatsanwaltschaft geht von Judenhass aus

Der 37 Jahre alte mutmaßliche Täter soll aus antisemitischen Gründen gehandelt haben

 18.09.2026 13:06 Uhr

Das Motiv des versuchten Brandanschlags auf die Wuppertaler Synagoge ist nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft offenbar Judenhass gewesen. Man gehe davon aus, dass der 37 Jahre alte mutmaßliche Täter aus antisemitischen Gründen gehandelt habe, sagte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Wuppertal. Darauf deute neben dem Tatort selbst auch eine Äußerung des Verdächtigen am Tatort hin, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft, berichtet dpa.

Der aus Afghanistan stammende Mann sollte noch am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden und in Untersuchungshaft kommen. Der Verdächtige habe eine Vorstrafe wegen der Bedrohung einer Nachbarin, sagte der Staatsanwalt. Die Polizei sucht zwei junge Frauen, die sich zur Tatzeit in unmittelbarer Nähe der Synagoge aufgehalten haben sollen. Die Frauen würden als Zeuginnen gesucht, betonte die Staatsanwaltschaft.

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Baumert bestätigte, dass der Mann polizeibekannt ist. Der 37-Jährige sei wegen Bedrohung bereits vorbestraft. Der Tatverdächtige soll nach Polizeiangaben am Donnerstag um 14 Uhr eine brennbare Flüssigkeit auf den Treppenstufen des jüdischen Bethauses im Stadtteil Barmen verschüttet und angezündet haben.

»Das Feuer konnte sehr schnell gelöscht werden von den Angehörigen der Synagoge«, so die Staatsanwaltschaft zur dpa. Es sei nur ein geringer Sachschaden entstanden, verletzt wurde niemand. epd/dpa

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