Tel Aviv

Shin-Bet-Chef: Wir finden alle Hamas-Terroristen vom 7. Oktober

Shin-Bet-Chef David Zini Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet will die Verantwortlichen für das Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 weiterhin weltweit verfolgen. »Es gibt keinen Ort auf der Welt, der zu weit entfernt ist«, sagte Shin-Bet-Direktor David Zini laut »The Jerusalem Post« bei einer Zeremonie zur Auszeichnung besonders verdienter Mitarbeiter des Geheimdienstes.

Zini richtete eine unmissverständliche Botschaft an diejenigen, die das vor drei Jahren erfolgte Massaker geplant und ausgeführt haben. »Wir haben euch verfolgt, wir verfolgen euch und wir werden euch bis zum letzten Mitverschwörer verfolgen«, sagte der Shin-Bet-Chef. Der lange und entschlossene Arm des israelischen Sicherheitsapparats werde diejenigen erreichen, die Israel Schaden zufügten.

Dabei machte Zini deutlich, dass dies unabhängig davon gelte, wo sich die Gesuchten aufhielten. »Tief in einem Tunnel, in verborgenen Kommandozentralen und in jedem Winkel der Welt« werde Israel seine Gegner aufspüren. Für den Geheimdienstchef handelt es sich dabei um eine Verpflichtung gegenüber Israel und der Menschheit.

Auszeichnung für Mitarbeiter

An der halbjährlich stattfindenden Zeremonie nahmen auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Staatspräsident Isaac Herzog teil. Insgesamt wurden 18 Shin-Bet-Mitarbeiter ausgezeichnet, darunter drei Frauen. Die Geehrten waren in unterschiedlichen Bereichen tätig, unter anderem bei Operationen gegen die Hamas und ihren Sponsor Iran, bei der Terrorismusbekämpfung im Westjordanland sowie im Bereich der Cybersicherheit.

Netanjahu verwies bei der Veranstaltung auf die Arbeit des Geheimdienstes im Westjordanland. Der Shin Bet habe dort nach seinen Angaben rund 1000 Terroranschläge verhindert. Zudem sei es gelungen, die große Mehrheit der Hamas-Terroristen aufzuspüren, die für das Massaker vom 7. Oktober verantwortlich gewesen seien.

Zini würdigte die ausgezeichneten Mitarbeiter als Beleg für die Widerstandsfähigkeit des Geheimdienstes. »Ihr seid der Beweis dafür, dass wir selbst nach einem schweren Fall wieder aufstehen, uns verbessern und aufblühen können. Diese Behörde steht jeden Tag auf, lernt und gewinnt«, sagte er.

Komplexe Ziele

Zu den Ausgezeichneten gehört eine Agentin mit dem Decknamen »A«. Die vierfache Mutter arbeitet als Analystin in der Abteilung für Spionageabwehr. Nach Angaben des Shin Bet beschäftigt sie sich mit besonders komplexen Zielen und habe durch die Zusammenführung unterschiedlicher Informationen wichtige operative Erfolge ermöglicht.

Ein weiterer Mitarbeiter, ebenfalls unter dem Decknamen »A« geführt, arbeitet in der südlichen Abteilung des Geheimdienstes als Betreuer und Anwerber von Informanten. Der fünffache Vater habe das Netzwerk von Quellen in seinem Zuständigkeitsbereich erheblich erweitert und wichtige Informanten gewonnen, die dem Shin Bet in den vergangenen Jahren wertvolle Informationen geliefert hätten. Warnung vor Einmischung in den Wahlkampf

Herzog nutzte die Veranstaltung zugleich für einen Hinweis auf die bevorstehende Parlamentswahl am 27. Oktober. Der Shin Bet müsse eng und effizient arbeiten, dabei aber strikt überparteilich bleiben. Dies sei notwendig, um die Integrität der Wahlen zu schützen. im

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