Emmys

Veep, Mrs. Maisel und The Act

Tony Shalhoub und Alex Borstein (r.), die für ihre Rollen in »The Marvelous Mrs. Maisel« geehrt wurden Foto: dpa

Mit einer Auszeichnung für den Schauspieler Tony Shalhoub begann am Sonntagabend die 71. Verleihung der Emmys in Los Angeles.

Shalhoub, der den Preis in der Kategorie Bester Nebendarsteller in einer Comedy-Serie für seine Rolle in The Marvelous Mrs. Maisel erhielt, gab im Anschluss an die Verleihung ein Interview mit seiner Schauspiel-Kollegin Alex Borstein, die ebenfalls für Mrs. Maisel als Beste Nebendarstellerin geehrt wurde.

Frauen Er fühle sich immer wie zu Hause, antwortete Shalhoub auf die Frage, wie es sei von so vielen starken Frauen umgeben zu sein. Er sei mit Schwestern aufgewachsen und habe mit seiner Frau Töchter. Das alles habe sein Leben fantastisch gemacht, so der Schauspieler.

Julia Louis-Dreyfus bekam zur großen Überraschung vieler Beobachter in diesem Jahr keinen Emmy.

Auch Alex Borstein kommt aus einem Haus mit starken Frauen: Angesprochen auf die Frage, ob ihr ihre Großmutter geraten hätte, eine Karriere als Schauspielerin einzuschlagen, sagte Borstein, ihre Oma habe immer gefragt: »Warum hast du nicht deine eigene Show?«. »Sie war die stärkste Frau, die ich kannte«, ergänzte Borstein.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Leider leer ging die bereits vielfach Emmy-prämierte Comedy-Serie Veep – Die Vizepräsidentin aus. Die Show über eine skrupellose Spitzenpolitikerin mit unfähigem Team war im Mai nach sieben Staffeln zu Ende gegangen.

Veep Hauptdarstellerin Julia Louis-Dreyfus hat für ihre Rolle als Präsidentin Selena Meyer bis 2017 schon sechs Emmys gewonnen. Nach überstandener Krebserkrankung hatte Louis-Dreyfus die siebte und letzte Staffel abgedreht – bekam aber in der Kategorie der besten Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie zur großen Überraschung vieler Beobachter in diesem Jahr keinen Emmy.

Schauspielerin Alex Borstein aus der Erfolgsserie »The Marvelous Mrs. Maisel« wurde als Beste Nebendarstellerin geehrt.

Freuen konnte sich hingegen die Schauspielerin Patricia Arquette, die in der Kategorie Beste Nebendarstellerin in einer Mini-Serie oder einem Film einen Emmy bekam. Arquette spielt in The Act, einer True Crime Serie beim Anbieter Hulu, Dee Dee Blanchard, die Mutter der Hauptfigur Gypsy Rose Blanchard. Die Serie basiert auf dem Leben der beiden Frauen.

Mittelpunkt Die Emmys werden in rund 120 Kategorien von etwa 24.000 Mitgliedern der Television Academy vergeben. Bei der Gala, in diesem Jahr zum vierten Mal in der Geschichte ohne Moderator, stehen die Hauptkategorien im Mittelpunkt.

Einschließlich der Nebenkategorien sammelte der Premium-Kabelfernsehsenders HBO mit 34 die meisten Trophäen ein, dahinter folgte der Streamingdienst Netflix mit 27, Amazon mit 15, National Geographic mit 8 und der TV-Sender NBC mit 7. dpa/kat

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Zahl der Woche

7 Wochen

Fun Facts und Wissenswertes

 28.07.2026

Literatur

Von der Liebe in Zeiten der ’Ndrangheta

In seinem Tatsachenroman erzählt der italienisch-jüdische Autor Roberto Saviano die Geschichte einer verschwundenen Frau

von Knut Elstermann  28.07.2026

Aufgegabelt

Marokkanische Bällchen

Rezepte und Leckeres

 28.07.2026

Meinung

Das ibug-Festival 2025 – eine sächsische Documenta?

Antisemitismus in der Kunst: Auf dem internationalen ibug-Festival in Chemnitz wurden im vergangenen Jahr Werke gezeigt, die antisemitische Klischees reproduzierten. Droht dieses Jahr eine Wiederholung?

von Vladimir Shikhman  28.07.2026

London

Boy George veröffentlicht israelsolidarischen Song »We Will Dance Again«

Der britische Sänger stellt in seinem neuen Reggae-Lied klar: »Ich stehe auf der Seite der Juden.«

von Imanuel Marcus  28.07.2026

New York

Carly Simon hat Parkinson

Die Sängerin und Songschreiberin mit jüdischem Familienhintergrund kämpft mit zwei gesundheitlichen Problemen. Trotzdem hat es sie es geschafft, ein neues Album aufzunehmen

 28.07.2026

Filmkritik

»Blutspur Antwerpen« – Ein Lehrstück in Sachen Antisemitismus

Keine einzige Rezension hat den Krimi bislang als das gewertet, was er ist: Ein rassistisches Machwerk in Gestalt einer »antisemitischen Parabel«

von Achim Bühl  27.07.2026

Musik

Und sie erinnern sich doch

Die Bayreuther Festspiele begehen ihr 150. Jubiläum mit Nachdenklichkeit

von Maria Ossowski  27.07.2026

Bayreuther Festspiele

Michel Friedman in Bayreuth: Neue Ära der Aufarbeitung beginnt

Um offen mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit umzugehen, haben die Bayreuther Festspiele Michel Friedman als Redner eingeladen. Der Publizist rief eine neue Ära des Erinnerns aus

 26.07.2026