Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Noga Erez war am vergangenen Wochenende beim Lollapalooza-Festival in Berlin und hat dort das Publikum begeistert. Mitte August kommt eine Dokumentation in die Kinos: Noga von den Regisseuren Jono und Benji Bergmann erzählt die Geschichte der israelischen Sängerin, die wie vielleicht keine andere für israelischen Indie-Pop steht. Seine Premiere hatte Noga 2026 beim Tribeca Film Festival. Vorgestellt wurde er außerdem beim Munich Film Festival.

Judit Polgár sollte, wenn es nach dem Wunsch des neuen ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar gegangen wäre, neue Staatspräsidentin werden. Polgár ist mehrfache Olympiasiegerin im Schach. »Seit Jahrzehnten steht der Name Judit Polgár für Talent und Beharrlichkeit.« Die 49-Jährige lehnte das Angebot jedoch ab: Sie bringe der Geste hohe Wertschätzung entgegen, schrieb sie auf Facebook. »Zugleich spüre ich nicht genügend Kraft in mir, um die historische Verantwortung zu übernehmen, eine gespaltene Nation zu einigen.«

Bob Dylan geht im Herbst erneut auf Europatournee und spielt dabei auch sieben Konzerte in Deutschland. Der Singer-Songwriter tritt zwischen dem 23. Oktober und dem 22. November in Flensburg, Bremen, Düsseldorf, München, Freiburg, Stuttgart und Frankfurt auf. Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Dylan, der 1941 als Robert Allen Zimmerman geboren wurde und 2016 den Literaturnobelpreis erhielt, setzt damit seine seit Jahrzehnten andauernde Tourneetätigkeit fort. Parallel ist auch sein Sohn Jakob Dylan mit seiner Band The Wallflowers in Europa unterwegs.

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Gal Gadot ist Hauptdarstellerin in The Runner. Amazon MGM Studios hat den ersten Trailer zu dem Thriller veröffentlicht, der ab 2. September bei Prime Video läuft. Gadot spielt darin die Anwältin Maia Marten, die nach der Entführung ihres Sohnes den Anweisungen eines unbekannten Täters folgen muss - ständig in Bewegung, bis hin zur Tötung eines eigenen Mandanten. Die Darstellerin bezeichnete die Dreharbeiten auf Instagram als körperlich wie emotional äußerst fordernd, zeigte sich zugleich aber stolz auf das gemeinsam entstandene Werk.

Anne Goscinny erinnert in ihrem jetzt auch auf Deutsch erschienenen Buch Das Klimpern der Schlüssel an ihren Vater René Goscinny, dem die Welt Asterix, Lucky Luke und Der kleine Nick zu verdanken hat. In Form eines bewegenden Briefes setzt sie sich mit dem frühen Tod des berühmten Comicautors auseinander, der 1977 im Alter von nur 51 Jahren starb, als sie erst neun Jahre alt war. Die heute 58-jährige Schriftstellerin schildert die lebenslange Trauer um ihren Vater, erzählt von ihrer Suche nach Antworten und beleuchtet zugleich dessen eigene Familiengeschichte, die von der Schoa geprägt war.

Billy Joel hat erklärt, warum er seit mehr als 30 Jahren kein neues Popalbum veröffentlicht hat. Der Sänger und Komponist sagte in einem Interview mit Produzent Rick Beato, nach River of Dreams (1993) habe er bewusst aufgehört, Popsongs zu schreiben. Er habe den richtigen Zeitpunkt für den Abschied nicht verpassen wollen und sich stattdessen der klassischen Klaviermusik gewidmet. Außerdem verriet Joel, dass ihn Linda Ronstadt einst davon überzeugte, den späteren Welthit »Just the Way You Are« auf sein Album The Stranger zu nehmen. Rückblickend bezeichnete er diese Entscheidung als wegweisend für seine Karriere.

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Drake hat sich verkalkuliert. Der kanadische Musiker setzte auf einer mit ihm kooperierenden Wettplattform 1,5 Millionen Dollar auf einen Sieg Argentiniens gegen Spanien im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in der regulären Spielzeit. Die rund 1,3 Millionen Euro sind nach dem 1:0-Erfolg des spanischen Teams weg. Macht nichts. Drake hat Übung darin: Anfang des Jahres setzte er eine Million Dollar auf einen Sieg der New England Patriots im Super Bowl – doch den Titel holte sich Seattle. Kürzlich verlor er eine Million Dollar, weil er fälschlicherweise auf den bekannten Käfigkämpfer Conor McGregor in einem UFC-Event setzte. Das schöne Geld. Aber wie sagte schon Brecht: »Wie glücklich ist der Mann, der keines hat.«

William Shatner (95) wird zum Metal-Frontmann: Über zehn Jahre lang warb das Chicagoer Riot Fest vergeblich um den Star Trek-Star – jetzt sagte er zu und bringt gleich seine neu gegründete Band The *uckers mit. Am 20. September gibt das Quintett im Douglass Park sein Live-Debüt, begleitet von einem bewusst überdrehten Backstage-Forderungskatalog mit Feuerspuckern, einem DeLorean statt Golfwagen und polnischer Wurst. Auf dem Programm stehen erste Songs seines kommenden Albums »What the F Is Heavy Metal«.

Guy Katz und Lisa Müller haben über Pins und Aufkleber gesprochen – und zwar nicht über irgendwelche Sticker, sondern über die »Antisemitismus ohne mich«-Aufkleber. Müller findet, dass jeder so sein sollte, wie er ist, und keine Angst haben sollte, sich im freien Raum zu bewegen. Sie erinnere sich immer wieder gern an ihren Besuch in der Synagoge und das Treffen mit Charlotte Knobloch. Den Pin werde sie an ihrer Reitjacke tragen.

Film

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