Die Hamburger Wissenschaftlerin Sophia Dege-Müller wird mit 2,5 Millionen Euro vom Europäischen Forschungsrat gefördert.
Die Expertin für äthiopische Handschriften erforsche religiöse Handschriften der äthiopischen Juden, der sogenannten Beta Israel, teilte die Universität Hamburg am Donnerstag mit. Ihre bis zu 500 Jahre alten Schriften seien bislang kaum wissenschaftlich untersucht worden.
Viele Kulturgüter der äthiopischen Juden seien durch Bürgerkrieg und Emigration verloren gegangen, die erhaltenen Handschriften befänden sich heute unter anderem in Bibliotheken, Synagogen und Privatbesitz und seien über mehrere Kontinente verstreut.
Dege-Müller profitiert mit ihrem Team von einem sogenannten Starting Grant. Diese unterstützen laut Universität Hamburg Nachwuchsforschende fünf Jahre lang. epd